Tracht als Zeichen der Berufsehre

„Wir Bergleut allzusammen

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„Wir Bergleut allzusammen

Müssen alle gehen schwarz
Schwarze Kittel undschwarz Leder,

Das ist die Bergmannsart.

Schwarz müssen wir uns tragen,

Trauern bei Lebenszeit,

Weil mancher wird erschlagen,

Gar tot in der Grube bleibt.“

(Aus einem alten Bergreihen)

„Aus dem Schutzbedürfnis der Bergleute geboren, zum Festtagskleid geworden, atmet die Tracht des Bergmannes fast tausendjährige Vergangenheit, war von jeher Verkörperung der inneren Verbundenheit ihrer Träger und – mehr noch – Inbegriff der Berufsehre und Berufstreue“, heißt es in einer alten Schrift über den Bergkittel.

Die Entwicklung der Tracht ging in den verschiedenen Bergbaugegenden eigene Wege, wichtig war für die Bergleute aber immer das Festhalten an Farbe und Ausstattung der Bergmannstracht. Völlig frei von aktuellen Modetrends sei die Kleidung so konservativ wie die Bergleute selbst, heißt es in der Schrift.

Getragen bei festlichen Anlässen

In der Tat sind auch heute noch die früheren Bergleute stolz auf ihre Bergmannstracht. In der Sammlung in Rotthausen, die Karlheinz Rabas leitet, gibt es sie natürlich auch noch: Die traditionelle Kleidung, die bei festlichen Anlässen immer noch getragen wird. Die Tracht sei an die „Sonderart des heimatlichen Menschen gebunden, an ständische Fesseln, an das ständische Eigenleben“, wird betont.

Die Bergmannstracht reicht in das frühe Mittelalter zurück. Durch Gemälde, Darstellungen in Kirchenfenstern, Häusern und auf Leichensteinen wurde die ganz charakteristische Kleidung der Bergleute überliefert.

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