Wettbewerb

'Tor auf Schalke' - S04 plant seine Zukunft

Projektion: Das "Tor Auf Schalke" – beispielsweise an einem Champions-League-Abend.

Projektion: Das "Tor Auf Schalke" – beispielsweise an einem Champions-League-Abend.

Foto: WAZ

Gelsenkirchen.  So ein Vereinsgelände ist nüchtern. Der Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 will seinen Fans aber nicht nur während der Spiele und Trainingseinheiten Erlebnis pur bieten. Deshalb wird der Arena-Park umgestaltet. Zentraler Punkt darin soll das "Tor auf Schalke" sein. Nun wurde der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs gekürt.

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Der FC Schalke 04 wird sein Vereinsgelände im Arena-Park umgestalten. Am Montagabend wurde anlässlich einer feierlichen Preisverleihung in der Veltins-Arena der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs für das ,Tor Auf Schalke’ der Öffentlichkeit präsentiert. Es gewann der Beitrag des Leipziger Büros „schulz & schulz“.

Professorin Ulrike Lauber, die Vorsitzende des Preisgerichts, formulierte treffsicher: „Man kann den FC Schalke 04 und die Stadt Gelsenkirchen nur dafür loben, für das neue Projekt ,Tor Auf Schalke’ und für Ideen zur weiteren Entwicklung des Gesamtgeländes einen Architektur-Wettbewerb ausgelobt zu haben.“ Das sei nicht selbstverständlich und Herausforderung sowie Abenteuer zugleich.

Über 300 Bewerbungen

Über 300 Bewerbungen, auch aus dem europäischen Ausland, gab es. Die Entwürfe von 24 Büros wurden für die erste Wettbewerbsphase zugelassen und in einem zweiten Zyklus auf sieben reduziert. Die Siegeridee des Büros der Brüder Ansgar und Benedikt Schulz, die ihre Vision in Zusammenarbeit mit den Berliner Landschaftsplanern „Bernard + Sattler“ entwickelten, wurde mit 25 000 Euro belohnt.

Heraus kam mehr als nur eine Besucherwelt. Mehr als nur ein Gebäude, das auftragsgemäß die königsblauen Kernwerte Tradition, Erfolg und Fans vereinen soll. Funktional im Aussehen, das sicherlich, mit einem echten Durchgang (38 Meter breit), der eine torgleiche Eingangssituation verkörpert und den Weg öffnet auf ein neu zu modellierendes Vereinsgelände der Königsblauen (siehe: „Das Rückgrat des Geländes...“)

Der Vorstand des Fußball-Bundesligisten, vertreten durch Peter Peters und Alexander Jobst, zeigte sich von der Konzeption begeistert. Die Frage, ob der Siegerentwurf neben dem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro umgesetzt werden würde, bejahten sie. Peters: „Aber wir müssen das Schritt für Schritt angehen und werden dafür im Januar 2013 zunächst den Kontakt mit der Stadt Gelsenkirchen suchen, um planungsrechtliche Fragen zu erörtern.“ Gesprächspartner werden Stadtdirektor Michael von der Mühlen und Wirtschaftsdezernent Joachim Hampe sein.

Gut 20 bis 25 Millionen Euro, führte Peters aus, wolle Schalke für die Realisierung der ersten Maßnahmen aufbringen. „Das haben wir im Vorstand so beschlossen“, sagte der Finanzchef der Knappen.

Mischfinanzierung

Das Geld solle aus dem Eigenkapitalbestand des Clubs (nach zuvor erfolgter Tilgung der Verbindlichkeiten) und aus einer Fremdfinanzierung fließen, „die in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen müssen“. Denkbar sei da eine Banken-Finanzierung, aber auch eine weitere Fan-Anleihe.

Marketing-Vorstand Alexander Jobst lobte die Nachhaltigkeit des Entwurfes. „Darin spiegeln sich unsere Kernwerte wider. Die Gewinner haben uns eindrucksvoll gezeigt, dass sie den FC Schalke 04 verstanden haben.“

In einer ersten Etappe sollen Trainingsplätze entstehen, um den Betrieb der Lizenzspielerabteilung sicherzustellen.

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