Wahlkampf

Thomas Kutschaty: Besuch bei Zinq in Gelsenkirchen

Besuch im neuen „Technikum“: Zinq-Geschäftsführer Lars Baumgürtel (r.) mit Thomas Kutschaty, Fraktionsvorsitzender der SPD im Düsseldorfer Landtag, Sebastian Watermeier (Landtagsabgeordneter), OB-Kandidatin Karin Welge, Birgitt Bendieck (Zinq, verdeckt) und der Landtagsabgeordneten Heike Gebhard (v. l.).

Besuch im neuen „Technikum“: Zinq-Geschäftsführer Lars Baumgürtel (r.) mit Thomas Kutschaty, Fraktionsvorsitzender der SPD im Düsseldorfer Landtag, Sebastian Watermeier (Landtagsabgeordneter), OB-Kandidatin Karin Welge, Birgitt Bendieck (Zinq, verdeckt) und der Landtagsabgeordneten Heike Gebhard (v. l.).

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Schalke-Nord.  Termin im Zeichen des Wahlkampfs: SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Kutschaty unterstützt Karin Welge in Gelsenkirchen.

Eigentlich wollte Thomas Kutschaty lediglich der Gelsenkirchener Firma Zinq einen Besuch abstatten. Doch der SPD-Oppositionsführer aus dem Düsseldorfer Landtag kam an diesem Donnerstag an der Landes- und Bundespolitik nicht vorbei: Ein Fernsehreporter des WDR war extra vorbeigekommen und befragte Kutschaty nach dessen Meinung zum umstrittenen Plan von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), am Samstag in Aue mit 2000 Menschen den Geburtstag des Bundeslandes Sachsen zu feiern.

Wenig überraschend hatte der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion für diesen Plan nicht viel übrig. Er halte das für ein „falsches Signal“ und ein schlechtes Vorbild, sagte Kutschaty. Laschet hatte eine Einladung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer angenommen, im Erzgebirgsstadion in Aue den 30. Jahrestag der Neugründung des Freistaats zu feiern. Sachsen erlaubt seit dem 1. September wieder Versammlungen von mehr als 1000 Menschen, in anderen Ländern ist das umstritten.

Auch Gelsenkirchens OB-Kandidatin Karin Welge war dabei

Doch Thomas Kutschaty war eigentlich nicht nach Gelsenkirchen gekommen, um über den Ministerpräsidenten zu sprechen: Heike Gebhard und Sebastian Watermeier, die beiden Gelsenkirchener SPD-Landtagsabgeordneten, hatten ihren Chef eingeladen, sich ein Bild von einem Vorzeigeunternehmen in Sachen Innovation zu machen. Die Wahl fiel auf das Unternehmen Zinq Technologie GmbH. Nicht von ungefähr war auch SPD-OB-Kandidatin Karin Welge mit von der Partie. Die SPD macht sich in ihrem Wahlkampf für Wasserstoff stark – das Thema spielt auch bei Zinq eine große Rolle.

Generell stand der Besuch zehn Tage vor der Kommunalwahl natürlich im Zeichen des Wahlkampfs. Vor einer Woche hatte CDU-Kandidat Malte Stuckmann gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den Eiswaffelhersteller Oexmann in Schalke besucht – jetzt zog die SPD mit Welge und Kutschaty nach.

Umstieg auf „grünen Wasserstoff“ geplant

Am Standort am Gelsenkirchener Hafen verzinkt die Firma Zinq Stahl – und braucht dafür jede Menge Wärme, „um die Zinksuppe flüssig zu halten“, scherzte Geschäftsführer Lars Baumgürtel. Bisher verwendete das Unternehmen dafür Erdgas – in Zukunft soll es nach den Wünschen der Firmenverantwortlichen Wasserstoff sein.

„Grüner“ Wasserstoff, um genau zu sein. Also Wasserstoff, der auf regenerative Art und Weise erzeugt wird, mit Wind- und Sonnenenergie. Baumgürtel sieht in der Technologie ein großes Potenzial – allerdings müssten die Voraussetzungen für eine breite Nutzung noch geschaffen werden, konkret ein Wasserstoffnetz, vergleichbar dem Erdgasnetz. Da sei auch die Politik gefragt. „Ein gut funktionierendes Wasserstoffnetz ist reale Wirtschaftsförderung“, bekräftigte Kutschaty.

Karin Welge: Wasserstoff ein Thema für den Mittelstand

Eigentlich war nach einer einstündigen Unternehmensvorstellung ein Rundgang über das Gelände geplant. Das schlechte Wetter machte diesem Plan allerdings einen Strich durch die Rechnung, und so beschränkte sich die Führung auf das „Technikum“: eine neue Halle für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Zinq.

„Für mich ist es wichtig, zu zeigen, dass das Thema Wasserstoff in unserer Stadt eine große Rolle spielt“, so Karin Welge, „nicht nur an der Westfälischen Hochschule, sondern auch vor Ort beim Mittelstand“.

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