Musiktheater im Revier

Theaterfreunde blicken in Gelsenkirchen hinter die Kulissen

Dabeisein, wenn Kunst Kulisse wird: Einen Blick in die Werkstätten, wie dem Malersaal, nutzten viele bei einem Abstecher zum Spielzeit-Parcours.

Dabeisein, wenn Kunst Kulisse wird: Einen Blick in die Werkstätten, wie dem Malersaal, nutzten viele bei einem Abstecher zum Spielzeit-Parcours.

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen-Altstadt.  Beim traditionellen Sommerfest, mit dem das Musiktheater im Revier die neue Spielzeit einläutet, bekamen die Besucher wieder besondere Einblicke.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Kontrastreich präsentierte sich das Musiktheater im Revier zur neuen Spielzeit, die traditionell mit dem Sommerfest eingeläutet wird. Weil sowohl alle Geschmäcker und Interessen zufrieden gestellt werden konnten, zeigte sich der Besucherzuspruch entsprechend: Volles Haus in beiden Flügeln des Foyers, den Werkstätten und vor der großen Bühne.

Gesellschaft hat andere Antworten als „laut und brutal“

Generalintendant Michael Schulz hatte bei der Eröffnung mit OB Frank Baranowski neben der Einladung zum Besuch der zahlreichen Abteilungen des Hauses aber auch aus aktuellem Anlass einen Appell an die Gäste: den zum Mitmachen bei der Großdemonstration am kommenden Sonntag, 16. September. „Die Zivilgesellschaft hat andere Antworten als laut und brutal. Wir lassen uns nicht als ganze Stadt in Sippenhaft nehmen, wie das in Chemnitz geschehen ist.“

MiR-Quiz à la „Genial daneben“

Umgänglich und launig präsentierte er sich aber schon kurze Zeit nach dem sich anschließenden und begeisternden Auftritt des Opernchores unter Leitung von Alexander Eberle. In einer eigenen Auflage des Fernseh-Formates „Genial daneben“ mit Hugo-Egon Balder konnte Schulz beim Quiz des „unnützen Wissens“ auf der Foyerbühne zur allgemeinen Erheiterung beitragen. MiR-Quizmaster Carsten Kirchmeier, Leiter der szenischen Einstudierung, hatte einleitend festgestellt: „Die formulieren und fabulieren sich um Kopf und Kragen“, wie beim Begriff „Zwergentod“.

Spielzeit-Parcours führt Besucher durchs Haus

Interessante Einblicke bot den gut gelaunten Gästen der Spielzeit-Parcours über verschiedene Stationen des ganzen Hauses, verbunden durch eine rote Linie auf dem Fußboden. Dabei konnten Abstecher in die Werkstätten wie Malersaal, Schlosserei, Kostüm- oder Maskenatelier zum Blick in den kreativen Alltag hinter den Kulissen genutzt werden. Und wie diese überhaupt entstehen.

Auf großes Interesse stieß gleich im Foyer der Kostümverkauf in der Garderobenhalle, diesmal zum Aussuchen und Anprobieren direkt von den vielen Kleiderbügeln im „Modesalon“. Was viele gleich weiter zur Damenschneiderei über den Werkstättenrundgang durchgehen ließ, um den exklusiven Stoffverkauf wahrzunehmen.

In schneller Folge: Proben des Balletts im Revier

Die Ränge beider Häuser waren ebenfalls gut besucht. In schneller Folge machten Proben des Balletts im Revier, Einblicke in die Eröffnungspremiere von „Mass“, der „Tanzbaukasten“ mit Vorführungen auf Zuruf aus dem Publikum neugierig und Geschmack auf mehr in der neuen Spielzeit.

Wozu auch der Talk mit Neuzugängen des MiR-Ensembles am Rand des Cafés im Ostfoyer beitrug, das Solisten mit einer Palette aus Caféhaus-Solostücken zum Klavier bereicherten.

>> Info: Mitglieder-Countdown des Fördervereins

Einen ehrgeizigen Countdown ging der Förderverein des Theaters ein: Eine Strichliste auf einer großen Tafel zeigte, wieviel noch bis zum 1000. Mitglied fehlte. Beim Theaterfesttag winkte jedem so neu Geworbenen eine Freikarte zur Eröffnungsgala.

Werbung machte im Eingang auch die Theatergemeinde Metropole Ruhr für die Spielzeit 18/19.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben