Hochschule für Kunst

Studenten stellen Kunst in Gelsenkirchen zur Schau

Studierende und Lehrende der Hochschule der bildenden Künste Essen präsentieren ihre Kunstobjekte. Das Foto zeigt Bilder von Student Jens Thörner während einer Vorbesichtigung der Ausstellung.

Studierende und Lehrende der Hochschule der bildenden Künste Essen präsentieren ihre Kunstobjekte. Das Foto zeigt Bilder von Student Jens Thörner während einer Vorbesichtigung der Ausstellung.

Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen.   Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Lehrer-Schüler“ des Kunstvereins Gelsenkirchen präsentieren Professoren und Studierende ihre Arbeiten.

Mal farbenfroh, mal schlicht, mal laut, mal leise, mal beweglich, mal unbeweglich: Fotografien, Gemälde, Licht- und Geräuschinstallationen, Plastiken sowie andere Kunstobjekte – umgesetzt von 24 kreativen Köpfen – schmücken derzeit die Alte Villa im Kunstmuseum Gelsenkirchen. Ab Freitag (17. Februar) sind diese für Besucher auf drei Etagen frei zugänglich.

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Lehrer-Schüler“ des Kunstvereins Gelsenkirchen präsentieren sechs Professoren und 18 Studierende der Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen ihre Arbeiten aus drei verschiedenen Fachbereichen.

Künstlerische Themenvielfalt

Ausgewählte Arbeiten aus den Bachelorstudiengängen Bildhauerei/Plastik, Fotografie/Medien und Malerei/Grafiken mit unterschiedlicher Thematik werden dann von den Künstlern der staatlich anerkannten, privaten Kunsthochschule zu sehen sein.

Kleine und große Zeichnungen, in Schwarz-Weiß gehalten, von Ana Gropp-Kondic´ schmücken eine weiße Wand. „In meiner Arbeit geht es um das Leben und Lebenserfahrungen. Jede Zeichnung hat eine eigene Geschichte“, sagt die Studentin. Inspirationen hätte sie sich dafür durch ihre eigene Biografie, die Biografie ihrer Eltern und durch die Beobachtungen verschiedener Menschen geholt. Ausgezeichnet wurde die Arbeit 2013 bereits mit einem Essener Förderpreis.

„Das ist reine Fotografie. Viele denken, ich hätte gephotoshopt“, erzählt Maike Poesen, während sie ihre rechteckigen Fotografien präsentiert, auf denen Insekten in offenen Mündern zu erkennen sind. „Das waren alles echte Tiere, gestorben an einem natürlichen Tod“, versichert die 30-Jährige. Ein Spiel mit Sprachen und interkulturellen Bezügen lassen sich in SungHee Kims „Briefen an die Heimat“ erkennen. Das Besondere daran: Lateinische Buchstaben bilden zeitgleich koreanische Schriftzeichen. Über Kopfhörer kann der Originalwortlaut abgehört werden.

„Ich habe mich mit Landschaft befasst und finde faszinierend, dass sich die Landschaft häufig auch in uns selbst widerspiegelt“, sagt Tanja Bremer (47) über ihr Gemälde, das durch Auftragen von Eitempera und Ölfarbe auf Leinwand entstanden ist.

Kompletter Ausstellungsablauf wird gelehrt

„Die Ausstellung sehen wir als Lehrveranstaltung an. Die Studierenden lernen einen kompletten Ausstellungsablauf kennen, Termine einzuhalten, ihre Arbeiten zu präsentieren und sich mit Raumplanung auseinanderzusetzen“, erklärt Carsten Gliese, Professor des Bereichs Fotografie/Medien. Eine Besonderheit der 2013 eröffneten Hochschule: „Studieren ist bei uns altersunabhängig“, informiert Hochschulpräsident Stefan Paul Schneider. So läge das Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Auch das Studieren in Teilzeit – in elf statt den normalen sieben Semestern – ist an der Hochschule möglich.

Eröffnung und Dauer der Kunstausstellung

Die Ausstellung der Studierenden und Lehrenden der HBK Essen wird am Freitag, 17. Februar, um 19 Uhr eröffnet. Bis zum 30. April können sich Besucher die verschiedenen Kunstobjekte dienstags bis sonntags in der Zeit von 11 bis 18 Uhr ansehen. Weitere Informationen auf: www.kunstverein-gelsenkirchen.de

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