Gewalt

Streit in Gelsenkirchen artet erneut in Massentumult aus

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  In der Gelsenkirchener Altstadt ist Samstag ein Streit zwischen zwei Familien eskaliert. Auch Polizisten wurden von den Streithähnen angegangen.

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In der Gelsenkirchener Altstadt ist am Samstagmittag eine Auseinandersetzung zwischen zwei Familien eskaliert, die die Polizei mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und Diensthund schlichten musste.

Hintergrund des Streits, den eine Jugendliche (15), ein 43-Jähriger und ein 27-Jährigen zunächst verbal und später körperlich führten, war offenbar ein Vorfall vom Freitag, bei dem die 15-Jährige den 18-jährigen Bruder des 27-Jährigen angezeigt hatte. Innerhalb kurzer Zeit sollen bis zu 30 Personen aus der Familie des 27-Jährigen sich an dem Streit auf der Weberstraße beteiligt haben.

Vier Personen kamen ins Polizeigewahrsam

Die Polizisten, die die Situation beruhigen wollten, wurden aus der Gruppe jedoch "fortlaufend aggressiv angegangen", heißt es im Einsatzbericht der Polizei Gelsenkirchen. Um die Beteiligten überhaupt befragen und ihre Personalien feststellen zu können, mussten die Einsatzkräfte schließlich "Zwangsmittel" anwenden, auch ein Diensthund kam zum Einsatz, damit der 27-Jährige zur Polizeiwache gebracht werden konnte.

Insgesamt nahmen die Einsatzkräfte vier Hauptaggressoren aus der Gruppe in Polizeigewahrsam. Der 18-Jährige wurde wegen der bestehenden Anzeige der 15-Jährigen vom Vortag vorläufig festgenommen. Nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten, wurden alle aus dem Gewahrsam entlassen. Ermittelt wird gegen sie nun wegen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Erst am Mittwoch vergangener Woche hatten Kräfte der Gelsenkirchener Polizei eine ähnliche Situation erlebt. Da waren auf der Josefstraße in der Gelsenkirchener Neustadt drei Männer aneinander geraten. Zwei Männer erlitten bei der Auseinandersetzung leichte Gesichts- und Kopfverletzungen. (red)

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