Konzert

Stillsitzen geht bei „Sakili“ in Gelsenkirchen nicht

Gute Laune verbreitete das „Sakili“-Trio bei ihrem Konzert in der Bleckkirche in Gelsenkirchen.  

Gute Laune verbreitete das „Sakili“-Trio bei ihrem Konzert in der Bleckkirche in Gelsenkirchen.  

Foto: Christoph Giese

Gelsenkirchen-Bismarck.   Das Trio „Sakili“ zeigte beim Konzert in der Bleckkirche in Gelsenkirchen, wie mitreißend immaterielles Kulturerbe sein kann.

Wann hat man das Publikum bei der Konzertreihe „Klangkosmos Weltmusik“ schon so laut jubeln und klatschen hören! Beim Auftritt von „Sakili“ dauert es nur wenige Stücke, dann sind alle in der Bleckkirche angefixt. Von den stampfenden Rhythmen, die Gitarrist Vallen Pierre Louis mit dem Fuß auf die Bühnenbretter klopft und die Teile des Publikums fleißig mitstampfen. Und von dieser so positiven, gute Laune verbreitenden Musik des Trios von der Insel Rodrigues.

Mischung aus afrikanischen Rhythmen und europäischen Tänzen

Die Insel liegt knapp 600 Kilometer entfernt von Mauritius im Indischen Ozean. Und das Leben dort sei sehr gemächlich, meint Tourbegleiter Percy. Man mag das gar nicht glauben, wenn man den Klängen von Vallen Pierre Louis (Kabosy und Triangel), Francis Prosper (Rahmentrommel und Leadgesang) und Ricardo Legentile (Akkordeon) lauscht. Da ist Schwung drin! Die lebendigen heimischen Sega-Rhythmen, inzwischen auf der Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes, bilden die Basis der Songs, die mal Richtung Polka, Walzer, Mazurka oder nach Schottland schielen. Es geht mitreißend zur Sache. Die Mischung aus afrikanischen Rhythmen und europäischen Tänzen heizt an.

Internationale Sprache der Musik

Selbst mit amerikanischem Blues lässt sich der Sega prima verbinden, wie das Trio demonstriert. Vallen Pierre Louis wird dann zum coolen Bluessänger. Party-Feeling in der Bleckkirche. Dass man die kreolischen Texte nicht versteht, egal! Die Holzgitarre Kabosy, Trommel und Akkordeon sprechen in der Kirche eine internationale Sprache.

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