Festakt

Stiftung Musiktheater im Revier feiert Zehnjähriges

Feierten am Montag zehn Jahre MiR-Stiftung (v.l.): Klaus Bussfeld (Stiftungsvorstand), Michael Schulz (Generalintendant), Dorothee Feller (Regierungspräsidentin), Isabel Pfeiffer-Poensgen (NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft), Oberbürgermeister Frank Baranowski und Peter Paziorek (Stiftungsvorstandsmitglied).

Feierten am Montag zehn Jahre MiR-Stiftung (v.l.): Klaus Bussfeld (Stiftungsvorstand), Michael Schulz (Generalintendant), Dorothee Feller (Regierungspräsidentin), Isabel Pfeiffer-Poensgen (NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft), Oberbürgermeister Frank Baranowski und Peter Paziorek (Stiftungsvorstandsmitglied).

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.   Geburtstagsfeier mit vielen Gästen und Rednern im Musiktheater. Lobende Worte für das Ziel, Kinder an Musik, Theater und Tanz heranzuführen.

„Zehn Jahre – was ist das schon? Man könnte sagen: ein Kindergeburtstag.“ Nein, aus den Kinderschuhen ist die Stiftung Musiktheater im Revier trotz ihres jungen Alters und der amüsanten Einleitungsworte ihres Vorsitzenden Klaus Bussfeld längst raus. Dafür hat sie in dieser Zeit einfach schon sehr viel gemacht und sehr viel erreicht. Ein Fest für Kinder ist das kleine Jubiläum dennoch – denn sie profitieren von der Stiftung.

Erster Redner beim Festakt am Montagabend im Musiktheater war Oberbürgermeister Frank Baranowski. Er hob die Bedeutung des Musiktheaters hervor: „Wir haben hier ein wunderschönes Musiktheater, eine Landmarke.“ Wichtig sei es aber, darauf zu achten, „dass dies kein exklusiver Ort ist, sondern ein Ort für alle.“ Darum hätte sich die Stiftung verdient gemacht.

Projekte wie die „Oper aus dem Koffer“ oder „Mission Possible“

Seit 2010 kümmert sie sich um den musikalischen Nachwuchs in der Stadt. Was das heißt und was die Stiftung konkret schon alles auf die Beine gestellt hat, bekamen die Gäste in einem kurzen Film präsentiert. Erste Projekte wie „Kita macht Theater“ und „Mission Possible“ konzentrierten sich darauf, besonders Kindern im Kindergartenalter die Möglichkeiten von Musik, Theater und Tanz näherzubringen.

Dabei hatte die Stiftung stets das Ziel, auch Kinder aus bildungsfernen Schichten und Einwandererfamilien zu erreichen. Mit weiteren Projekten wie „Mut in der Kita“ und „Oper aus dem Koffer“ verfolgen sie das Konzept konsequent weiter.

Michael Schulz lobt und provoziert

Michael Schulz, Generalintendant des MiR, betonte die Wichtigkeit der kulturellen Bildung: „Leider geht das in den Elternhäusern immer mehr verloren. Es wird ökonomischem Wissen untergeordnet.“ Für Eltern sei es heute wichtiger, ihren Kindern die Chancen des sozialen Aufstiegs zu vermitteln. „Das ist sehr plakativ und auch nicht unprovokativ gemeint.“

Dennoch findet Schulz es gut, dass die „Schüler in Gelsenkirchen wissen, wo das MiR ist und was es ist“. Und noch wichtiger: „Jedes Kind dieser Stadt ist im Laufe seiner Schullaufbahn mindestens einmal hier. Auch das ist ein Verdienst der Stiftung.“

Pfeiffer-Poensgen hat Stiftungserfahrung

Für die offizielle Festrede war die neue NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, nach Gelsenkirchen gekommen. Sie lobte die Arbeit der Stiftung und unterstrich ihre Bedeutung: „Kulturbildung ist ein wesentlicher Bestandteil der Bildung des Menschen. Ich weiß, was Sie hier leisten.“

Pfeiffer-Poensgen hat selbst Stiftungserfahrung: 2004 trat sie das Amt der Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder an. Schmeichelnde Worte fand sie auch für das Musiktheater: „Ich finde, es ist ein wunderbarer Bau. Ich kenne viele Opernhäuser – aber dieser hier ist ein ganz besonderer.“

>>Die Geschichte der MiR-Stiftung

2007 entwickelten der damalige Intendant Peter Theiler und Geschäftsführer Peter Neubauer die Idee, für das MiR eine Theaterstiftung zu gründen. Sie wurde aus der bestehenden Gelsenkirchen-Stiftung entwickelt und am 23. April 2008 eingetragen.

  • Die Projekte der MiR-Stiftung sind möglich, weil eine sehr große Zahl von Unterstützern hilft. Das sind neben Spendern und Zustiftern vor allem die Mitarbeiter des Hauses, die ehrenamtlich und zusätzlich zu ihren hauptamtlichen Verpflichtungen die Projekte der Stiftung zum Erfolg geführt haben.

  • Das sind auch die Mitglieder des Stiftungssenats: an der Spitze OB Baranowski sowie die Vertreter der Gründungsstifter (Sparkasse GE, Gelsenwasser, Volksbank und RWE/ELE).

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