NRW-SPORTSCHULE

Starkult ist an der neuen NRW-Sportschule Berger Feld verpönt

Sportminsterin Ute Schäfer überbrachte die Tafel, die die Gesamtschule als NRW - Sportschule ausweist. Paul (li.) und Laurence (beide 11) freuten sich ebenso wie Schulleiter Georg Altenkamp und sein Stellvertreter Jochen Herrmann (re.).

Sportminsterin Ute Schäfer überbrachte die Tafel, die die Gesamtschule als NRW - Sportschule ausweist. Paul (li.) und Laurence (beide 11) freuten sich ebenso wie Schulleiter Georg Altenkamp und sein Stellvertreter Jochen Herrmann (re.).

Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.  Sportministerin Ute Schäfer war prominenter Gast mit ehrenvoller Aufgabe: Sie ernannte die Gesamtschule Berger Feld am Mittwoch im Rahmen eines Festakts mit sportlich-musikalischem Rahmenprogramm offiziell zur NRW-Sportschule.

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Die Standortfrage spielte nicht einmal eine Nebenrolle – sie interessierte am Mittwoch auf offizieller Bühne niemanden. In der Gesamtschule Berger Feld im Schatten der Schalke-Arena stand im Mittelpunkt, was die Schule groß und ihren ausgezeichneten Ruf geprägt hat: Sport in großer Vielseitigkeit.

Auch wenn Fußball und GS Berger Feld untrennbar miteinander verbunden sind – Basketball, Rudern, Judo, Billard, Golf oder der Denksport Nummer 1, Schach, gehören inzwischen zum Standard an der DFB-Eliteschule.

Konzept hat überzeugt

Dieser Auszeichnung, vergeben im Mai 2007, folgte nun eine weitere fünf-Sterne-Ehrung: Die Landesministerin für Familie, Kultur und Sport, Ute Schäfer (SPD), ernannte die Gesamtschule Berger Feld offiziell zur NRW-Sportschule. Gelsenkirchen ist damit einer von acht Standorten mit einer Schule, die ausgewiesener Maßen Bildung und Leistungssport in Einklang bringt, die Unterrichtsausfall durch Trainings- und Wettkampfzeiten mit Stützkursen kompensiert, um die schulische Laufbahn angehender Spitzensportler nicht zu gefährden.

Bestes Beispiel dafür, dass Leistungssport und Pauken sich nicht ausschließen: Julian Draxler. An ihn erinnerte die Ministerin am Mittwoch ebenso wie an Mesut Özil und Manuel Neuer, die im Schatten der Arena die Schulbank gedrückt haben.

„Aufbauend auf ihrer Tradition als Fußballschule Auf Schalke hat die Gesamtschule mit ihrem hervorragenden Konzept die Auswahlkommission überzeugt. Zukünftig wird sie als NRW-Sportschule neben dem Fußball auch junge Talente in den Sportarten Judo und Rudern fördern. Sportliche Nachwuchstalente aus der Region erhalten dadurch eine bessere Möglichkeit, Leistungssport und Bildungsweg zu vereinbaren“, sagte Ute Schäfer. Und lobte die „fantastische Atmosphäre“ im Forum der Schule. „Man merkt, welcher Geist hier herrscht.“

Fünf Stunden Sport für alle Schüler

Was vor 14 Jahren mit dem Kooperationspartner Schalke 04 begonnen hat, ist inzwischen vervielfältigt. abgesichert durch feste Verträge kooperiert die Schule u. a. mit dem SC Hassel, mit dem Judoclub Koriouchi, mit dem Ruderverein GE 1920 oder dem Golfclub Haus Leithe. Alle Schüler der Jahrgänge 5 bis 7 haben fünf Stunden Sport in der Woche.

„Da heben wir uns klar von anderen Sportschulen ab“, sagte ein aufgeräumter Georg Altenkamp. Der Schulleiter betonte während der Feierstunde ferner: „Wir haben hier auch keine Eliteklassen, sondern eine integrierte Beschulung. Keine Fanclubs und kein Starkult.“

„Ein Pfund für Gelsenkirchen“

Die Schule im Berger Feld wurde 1969 als eine der ersten Gesamtschulen in NRW gegründet. Sie hieß anfangs Gesamtschule GE, weil sie den Bedarf für die ganze Stadt abdeckte. „Sie ist heute die Schule mit den höchsten Anmeldeüberhängen und ein Pfund für Gelsenkirchen“, sagte Schuldezernent Dr. Manfred Beck beim Festakt.

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