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Sparkasse legt Filialen in Gelsenkirchen zusammen

Bernhard Lukas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gelsenkirchen, erklärt, wie die Zukunft der Gelsenkirchener Sparkassen-Filialen aussieht (Archivbild).

Bernhard Lukas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gelsenkirchen, erklärt, wie die Zukunft der Gelsenkirchener Sparkassen-Filialen aussieht (Archivbild).

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen.   In der Resser Mark, an der Glückauf-Kampfbahn und in Ückendorf-Ost gibt es bald nur noch Automaten. Andere Banken setzen auf Personal am Schalter.

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Einige Sparkassen-Kunden müssen sich in Zukunft auf weitere Wege zur nächsten Geschäftsstelle einstellen. Wie die Sparkassen-Geschäftsführung mitteilt, wird es zum 17. Dezember drei Zusammenlegungen im Stadtgebiet geben. An den Standorten Resser Mark und Glückauf-Kampfbahn wird es dann nur noch Selbstbedienungs-Center geben, in Ückendorf-Ost soll ein externer Geldautomat installiert werden. Erst 2016 hatte es fünf Zusammenlegungen gegeben.

Vor allem die geringere Nachfrage nach Beratungen sei der Grund dafür, wie Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Bernhard Lukas mitteilt. Aber auch betriebswirtschaftliche Gründe hätten die Entscheidung mit beeinflusst. Doch: „Alle Mitarbeiter werden bei der Sparkasse Gelsenkirchen bleiben“, verspricht Lukas. Sie wechseln an die Standorte Resse, Schalke und Ückendorf. Für die Kunden bedeutet das, dass sie ihre gewohnten Ansprechpartner behalten. Die Wege zur Geschäftsstelle, so rechnet Lukas vor, verlängerten sich für sie um maximal 2,1 Kilometer.

Im Schnitt suchen Bankkunden nur noch einmal pro Jahr das persönliche Gespräch zu einem Berater, wie eine Statistik des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands zeigt. Die Online-Angebote hingegen verzeichnen immer mehr Nutzer. Nach eigenen Angaben gab es bei der Sparkasse im Online-Banking in den letzten vier Jahren einen Nutzerzuwachs von 34,7 Prozent.

Dichtestes Filialnetz in der Stadt

Für Kunden, die kein Online-Banking nutzen und denen der Weg bis zur nächsten Geschäftsstelle zu weit ist, bietet die Sparkasse einen kostenpflichtigen Geld-Bring-Service an. Der, so Lukas, würde aber aufgrund des dichten Filialnetzes kaum genutzt. An insgesamt 70 Automaten an 40 Standorten - durchschnittlich nur 1,7 Kilometer voneinander entfernt - können Kunden Geld abheben. In 23 Geschäftsstellen stehen zudem Berater für Rückfragen bereit. „Die bisherigen Kundenbeziehungen bleiben bestehen“, glaubt Lukas daher.

Reine Automatenstandorte gibt es auch schon bei der Volksbank. Seit dem 30. Juni sind die Berater aus den Filialen in der Feldmark und in Scholven ausgezogen. Beschwerden seitens der Kunden habe es deshalb nicht gegeben, wie Volksbank-Sprecher Wilhelm Uhlenbrock betont. Das habe auch an der frühzeitigen Information gelegen. Kunden hätten sich so auf die Umstellung vorbereiten können.

Bei der Commerzbank und der Sparda-Bank werden auch in Zukunft weiter Bankangestellte hinter den Schaltern der Gelsenkirchener Standorte stehen. „Eine Filiale ohne Personal, das gibt es bei uns nicht“, sagt Commerzbank-Sprecher Matthias Kretschmer.

>> INFO-BOX: NEUERÖFFNUNG IN ERLE

Nach einem Brand Ende Oktober 2017 ist die Sparkassen-Filiale in Erle komplett renoviert worden. Insgesamt hat der Umbau 1,9 Millionen Euro gekostet.

Am 24. September öffnet die Filiale ihre Türen wieder. Auch die Filiale in Schalke ist für 1,7 Millionen umfassend saniert worden.

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