Spakassen-Geschäftsbilanz

Sparkasse Gelsenkirchen blickt auf ein solides Geschäftsjahr

Präsentierten gute Geschäftszahlen: (v.l.) Vorstandsmitglied Stephanie Olbering, Bernhard Lukas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse GE und Michael Klotz, stellvertretendes Vorstandsmitglied.

Präsentierten gute Geschäftszahlen: (v.l.) Vorstandsmitglied Stephanie Olbering, Bernhard Lukas, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse GE und Michael Klotz, stellvertretendes Vorstandsmitglied.

Foto: Fischer

Gelsenkirchen.   Mit einer Bilanzsumme von rund 3,2 Milliarden Euro behauptet die Sparkasse ihre Führungsposition. Auch das Kreditvolumen ist angestiegen.

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Verlässlich gute Zahlen weist der Geschäftsbericht der Sparkasse Gelsenkirchen für das Jahr 2018 aus. Mit einer Durchschnitts-Bilanzsumme von rund 3,2 Milliarden Euro (+1,0 Prozent) behauptet das Unternehmen seine Position als größtes Kreditinstitut in der Stadt. Das Kreditvolumen stieg auf 1,9 Milliarden Euro (+2,4 Prozent). Bei den Einlagen gab es ein Wachstum von 2,5 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro im Bestand. Der Jahresüberschuss der Sparkasse 2018 liegt damit ungefähr auf dem Vorjahresniveau – bei rund 3,8 Millionen Euro.

Anhaltend niedrige Zinsen

Dabei erweist sich das anhaltend niedrige Zinsniveau als Fluch und Segen zugleich für die Führungsriege der Sparkasse – bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden Bernhard Lukas sowie den Vorständen Stephanie Olbering und Michael Klotz. Denn niedrige Zinsen kurbeln das Kreditgeschäft kräftig an.

Die Sparkasse vergab im vergangenen Jahr Darlehen in Höhe von 324 Millionen Euro. Das bedeutet ein Plus von 29 Prozent oder 73 Millionen Euro gegenüber 2017. Den Großteil daran trugen die mittelständischen Unternehmen (+37 Prozent bzw. 47 Millionen Euro). Sie nutzten die Zinsflaute für Investitionen und Wachstumsfinanzierungen. Das Geld „floß dabei sowohl in Beton“, also in Betriebserweiterungen, als auch in Modernisierungsmaßnahmen: „beispielsweise in neue Maschinen“.

Zahl der Privatkunden wächst

Der Zuwachs bei Privatkunden ging vor allem auf Wohnungsbaukredite zurück. Dort wurden im abgelaufenen Jahr über 79 Millionen Euro zugesagt – ein Plus von fast zehn Prozent. Betongold ist damit weiter eine beliebte Altersvorsorge.

Geschmälert wird der Gewinn durch das Kreditgeschäft aber dadurch, dass die Sparkasse für ihr Geld „bei der Europäischen Zentralbank beziehungsweise bei der Landesbank selbst um die 0,43 Prozent Zinsen zahlt“, um für ihre Kunden Mittel zur Kreditvergabe bereitzustellen.

Wertpapiere stehen hoch im Kurs

Eisern hält sich der Wille der Kunden zum Sparen. Auch schlägt in der Bilanz zu Buche. Rund 2,6 Milliarden Euro haben die Gelsenkirchener 2018 auf die hohe Kante gelegt. Das ist ein Plus von rund 2,5 Prozent oder umgerechnet ein Zuwachs von 62 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

Hoch im Kurs stehen Wertpapiere als Baustein für die Altersvorsorge. Hier lag der Umsatz mit rund 161 Millionen Euro (plus 4,6 Prozent) über dem Niveau des Vorjahres. Anleger setzten dabei vor allem auf Investmentfonds (Volumen: 244 Millionen Euro), die sich durch eine höhere Risikostreuung auszeichnen, um Verluste auszugleichen und abzufedern; des Weiteren auf Aktien (200 Millionen Euro), festverzinsliche Wertpapiere und Ähnliches (62 Millionen Euro).

Nachfrage nach Bausparen bleibt stabil

Und dennoch: Die Depotbestände haben sich von 519 auf 506 Millionen Euro (-2,5 Prozent) verringert, in Anbetracht eines Dax-Einbruches von über 18 Prozent über das gesamte Jahr hinweg, attestiert sich die Sparkasse „ein gutes Risikomanagement beim Anlegen.“

Ebenso stark nachgefragt ist das Bausparen. So betrug zuletzt die durchschnittliche Bausparsumme 50.000 Euro. Mit dem Absatz solcher Verträge kam das Geldinstitut im vergangenen Jahr auf eine Summe von 34,5 Millionen Euro.

Sparkassen-App ist vielfältig einsetzbar

Auch die Digitalisierung schreitet voran bei der Sparkasse. Von 2013 bis 2018 hat die Zahl der Online-Banking-Teilnehmer um 50 Prozent zugenommen. Aktuell sind es 62.000 Nutzer. Mobiles Bezahlen per Smartphone gehört mittlerweile ebenso zum Standard wie die Echtzeitüberweisung oder das institutsübergreifende Online-Banking. Ein Ausblick: Bald können auch Zahlungsaufträge für fremde Konten über das Online-Banking der Sparkasse abgewickelt werden. Mit der Sparkassen-App ist das jetzt schon möglich.

>> Bonus-System bietet Rabatte

Um Kundenbindung und regionalen Handel zu fördern, initiiert die Sparkasse ein bundesweites Bonus-System mit Rabatten bis zu fünf Prozent beim Einkauf mit der Sparkassen-Karte. 70 Händler und Unternehmer machen vor Ort bereits mit.

In diesem Jahr feiert die Sparkasse Gelsenkirchen 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erhöht das Geldinstitut sein Engagement als Förderer für gemeinnützige Einrichtungen und Zwecke auf mehr als 3,3 Millionen Euro.

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