Infotag Berufskolleg

Berufskolleg: Schüler begeistert von praxisnahem Unterricht

Die Schüler Riyad (20, v.l.), Emrah (22) und Sebastian (18) aus dem 12. Jahrgang des Berufskollegs für Technik und Gestaltung in Gelsenkirchen, beim Informationstag ihrer Einrichtung. Sie zeigten Modelle für einen Carport, die sie im zurückliegenden Schuljahr unter Anleitung ihrer Lehrerin Martina Dzienniak (re.) gefertigt haben.

Foto: Martin Möller

Die Schüler Riyad (20, v.l.), Emrah (22) und Sebastian (18) aus dem 12. Jahrgang des Berufskollegs für Technik und Gestaltung in Gelsenkirchen, beim Informationstag ihrer Einrichtung. Sie zeigten Modelle für einen Carport, die sie im zurückliegenden Schuljahr unter Anleitung ihrer Lehrerin Martina Dzienniak (re.) gefertigt haben. Foto: Martin Möller

Beim Informationssamstag am Berufskolleg für Technik und Gestaltung zeigten Schüler des Leistungskurses Ingenieurwissenschaft ihr Können.

Das kann Schule? Begeisterte Jugendliche hervorbringen, die mit Herzblut lernen, begeistert bei der Sache sind, schon jetzt brennen, an Universität, Hochschule oder in eine spannende Ausbildung zu kommen. Beim Informationssamstag am Berufskolleg für Technik und Gestaltung konnten sich die Besucher von der Leidenschaft des Leistungskurses Ingenieurwissenschaft anstecken lassen.

„Insgesamt zehn Mal in NRW gibt es diesen Zweig im Modellversuch“, erklärt Lehrerin Martina Dzienniak (39), die ihre Begeisterung offensichtlich auf die Schüler übertragen hat. Zwischen einem selbst gebauten kleinen Windrad und dem Modell eines Carports mit Photovoltaik stehen fünf Schüler ihres Leistungskurses und schildern enthusiastisch, warum sie die Schule so lieben.

Bilder aus dem Schulalltag

„Das, was wir machen, hat Bezug zur Realität. Wenn man gelernt hat, einen Plan zu lesen, hat danach den Stützpfeiler eines Windrades gebaut und alles ist perfekt geworden, dann ist das ein unglaubliches Erfolgserlebnis“, sagen die Jugendlichen. Na klar, man müsse arbeiten für die Schule, aber der Unterricht in Bau-, Elektro- und Maschinenbautechnik mache Spaß.

Sie, die alle das Vollabitur machen, freuen sich riesig auf die Praktikumsstellen, die sie schon fest haben. Shefget Berisha (20) geht in ein Bauingenieurbüro für Wärmetechnik, Lukas Odendahl (17) an die Hochschule Mülheim, Lars Wierczoch (17) zu Gelsenwasser in den Tiefbaubereich, Nick Uszkoreit (18) zu Thyssen Krupp nach Essen und Leonard Wienforth (17) zu den Bauzeichnern der Stadt Gelsenkirchen.

Arbeitswelt auf der Leinwand

Auf einer Leinwand werden den Besuchern Bilder aus der Schul- und Arbeitswelt der Schüler gezeigt. Man sieht sie unter anderem in weißen Kitteln, wie sie Beton mischen. Die Vermittlung von ganz praktischem Wissen gehört zur Schulausbildung. Auch andere Bereiche präsentierten ihre Projektarbeiten.

Intensive Gespräche führen Lehrer wie Ulrich Lueg (41) mit interessierten Schülerinnen und Schülern, die meist mit ihren Eltern gekommen sind, um sich über die Ausbildung am Berufskolleg zu informieren. „Es war richtig voll heute“, sagt auch Anne Schumacher, Abteilungsleiterin an der Schule. Anmeldungen wurden entgegen genommen und viel Wissen über die unterschiedlichen Möglichkeiten am Berufskolleg vermittelt.

Staatliche Prüfung am Schluss

Ein Zweig ist das Technische Gymnasium, ein anderer die dreijährige Berufsfachschule Maschinenbautechnik, beziehungsweise Informationstechnik. „Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung in theoretischen und praktischen Fächern ab“, erklärt Anne Schumacher.

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