Musik

Schalker Weihnachtssingen mit 20000 Besuchern als Arena-Chor

Chöre links und rechts, in der Mitte die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen. Zum Schutz gegen die Kälte spielen sie in der veltins Arena hinter transparenten Vorhängen.

Chöre links und rechts, in der Mitte die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen. Zum Schutz gegen die Kälte spielen sie in der veltins Arena hinter transparenten Vorhängen.

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Für „Schalke hilft“ sangen DJ Ötzi, Florian Silbereisen und Lucy in der Schalker Arena und mit der Neuen Philharmonie Westfalen Weihnachtslieder.

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DJ Ötzi geriet ins Schwärmen. „Es öffnen alle ihre Herzen und singen mit. Das hat so viel Kraft. Das ist ein unvorstellbares Gefühl“, spielte der Sänger mit Reibeisenstimme auf der Klaviatur der Gefühle, wärmte die Zuhörer-Herzen und zündete mit „Ein Stern“ natürlich selbst auch sein größtes Hit-Licht.

Ungezählte Handys funkelten mit bunten Strahlern

Frostig waren Sonntag in der Veltins-Arena allein die Winterttemperaturen. Atmosphärisch funkelten zum vierten Advent ungezählte Handys vereint mit bunten Strahlern über grünem Rasen. Im Fußballtempel wurde einmal nicht die große Bundesliga-Oper auf den Rängen inszeniert – sondern das Große Weihnachtssingen auf Schalke und für Schalke hilft: Mit der Neuen Philharmonie Westfalen (NPW), mit den Chören des Musikvereins Gelsenkirchen, mit Florian Silbereisen, mit No-Angel Lucy Diakovska, dem engelsgleichen Christkind, Jahrhundertrainer Huub Stevens als Geschichtenerzähler, der Schalker Traditionself als knorrigem Sangeskörper und 20 438 Besuchern, kurzum mit dem ganz großen Besteck.

Mitsingen war gewünscht, was bei den meisten Weihnachtsklassikern auch prima klappte. Zumindest bewegten sich brav tausende Münder. Dass die Nordkurve sie Samstag an selber Stelle selbst mit halber Kraft locker übertönt hätte – geschenkt. „O du fröhliche“, „Alle Jahre wieder“, „Tochter Zion“, „Kling, Glöckchen“, Strophe für Strophe klang das Zusammenspiel besser, auch akustisch. Die Riesenhalle elektronisch verstärkt mit einem Orchester zu beschallen, hörte man einmal mehr, fordert.

Liederzettel und Lauftext auf dem Videowürfel

Gegen Textschwächen gab es Liederzettel und Lauftext auf dem Videowürfel. Vor allem dort war auch zu sehen, was sich weit entfernt von den Geraden auf der Bühne abspielte. Denn die NPW-Musiker musizierten „verhüllt“, eine transparente Folie sollte halbwegs Instrumentenfreundliche 18 Grad hinter dem Vorhang ermöglichen.

Keineswegs unterkühlt klang denn auch, was Dirigent Valtteri Rauhalammi und die Philharmonie zu bieten hatten. Imposant, wie sich der Klang der Blechbläser bis hoch unters Arenadach schraubte

Vor ein paar Tannen wurden die Chöre drapiert. Mit Nikolausmützen und Schalke-Schals setzten die Sänger nicht nur stimmlich, sondern auch farblich Akzente. Und mancher freute sich sichtbar, wenn die Kamera ihn hoch oben sichtbar auf den Würfel brachte.

Mit Silbereisen in der Weihnachtsbäckerei

Florian Silbereisen, im Smoking mit Entertainerqualitäten und nicht nur „In der Weihnachtsbäckerei“ bestens aufgelegt, holte sich stellvertretend für die Chorkinder Fabian Fröhlich (11) auf die Bühne. Der verriet, wie er Weihnachten feiert (gemütlich mit der Mama und der Oma) und was er denn als Geschenk erwarten darf: „Einen Judoanzug. Der liegt schon bei uns im Wohnzimmer.“

Hildegard Koch und Richard Süper wärmten sich zwischendurch in den Gängen am Imbissbereich auf. „Super hier. Ich finde es einfach schön“, sind sich die Bochumerin und der Dortmunder einig. Ob sie mitgesungen haben? „Klar, dafür sind wir doch hier.“ Dann ging’s wieder hinein in die Halle. Zum finalen „Stille Nacht“ – mächtig eingestimmt von Lucy

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