Videobotschaft

Schalke fordert: "Steht auf, wenn ihr Menschen seid!"

In dem Video versetzt sich Gerald Asamoah in die Lage der Flüchtlinge.

In dem Video versetzt sich Gerald Asamoah in die Lage der Flüchtlinge.

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Der FC Schalke positioniert sich in einem Video zum Thema Flüchtlinge. Mitarbeiter, Verantwortliche und Spieler entwickelten die Aktion „steht auf“.

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Jetzt hat sich auch der FC Schalke 04 in einem Video klar zur aktuellen politischen Debatte über den Umgang mit den großen Flüchtlingsströmen in Deutschland positioniert. Gemeinsam entwickelten Mitarbeiter, Verantwortliche und Vereinsgrößen die Aktion „steht auf“. Am Dienstag veröffentlichte der Verein den Clip, in dem Asamoah gemeinsam mit dem Lizenzspielerkader, dem Trainerstab, dem Vorstand sowie Ex-Spieler Hans Sarpei zu sehen ist.

Asamoah versetzt sich in die Lage der Flüchtlinge

Wenn man als Spieler auf dem Platz ausgebuht werde, sagt Asamoah, könne man nach 90 Minuten in die Kabine gehen und nach Hause fahren - zu Menschen von denen man wisse, dass sie einen akzeptieren. Dann denkt er wohl an die Bilder von Attacken gegen Flüchtlinge und deren Unterkünfte: "Aber diese Menschen sitzen in einem Heim. Um sie herum stehen 1000 Leute und wollen an sie heran."

Er wolle niemanden bekehren, jeder solle seine Meinung haben: "Aber wenn man sagt, man ist ein Mensch, muss man auf sein Herz hören und sich fragen: ‚Ist es richtig, was ich denke oder was ich tue?‘“ Dass Leute angegriffen werden, die nichts haben und Hilfe suchen, will der Vizeweltmeister von 2002 aber nicht akzeptieren. Jeder solle sich mal hinsetzen und sich Gedanken machen.

Fangesang wird zum politischen Aufruf

"Wenn alle Leute Zivilcourage zeigen, wenn sie darüber reden und sagen: ‚So geht es nicht!‘ Dann erreicht man sehr viel", sagt Asamoah. "Wir müssen ein Zeichen setzen. Das heißt: Wir müssen aufstehen!" Dass dieser Appell im Sinne des ganzen Vereins ist, untermalt das darauf folgende Bild. „Steht auf, wenn ihr Schalker seid“, sagt Asamoah und bei dem Slogan aus der Fankurve erheben sich demonstrativ alle Spieler, Trainer und Vorstände. Mit Blick auf die politische Debatte ruft Asamoah dann im Namen des Clubs dazu auf: "Steht auf, wenn ihr Menschen seid!"

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