Kooperation

Ruhrgebietsstädte wollen den Standort gemeinsam stärken

Die Westfälische Hochschule ist schon jetzt Innovationsstandort in der Region.

Die Westfälische Hochschule ist schon jetzt Innovationsstandort in der Region.

Foto: Martin Möller / / Funke Foto Services

Gelsenkirchen.  Das nördliche Ruhrgebiet soll als Wissenschaftsstandort wachsen. Bottrop, Oberhausen, Herne, Gelsenkirchen und Recklinghausen arbeiten zusammen.

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Die Oberbürgermeister Bernd Tischler (Stadt Bottrop), Frank Baranowski (Stadt Gelsenkirchen), Dr. Frank Dudda (Stadt Herne), Daniel Schranz (Stadt Oberhausen) und der Landrat Cay Süberkrüb (Kreis Recklinghausen) haben jetzt eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet, um gemeinsam den Ausbau der Wissenschaftslandschaft mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten zur Mobilisierung der Wachstums- und Innovationspotenziale der Region zu fördern und zu fordern.

Ein Ziel der gemeinsamen Initiative ist, die Wissenschaftslandschaft messbar zu verbessern

Die gemeinsame Initiative der vier Städte und des Landkreises soll dauerhaft das nördliche Ruhrgebiet voranbringen und vor allem die Wissenschaftslandschaft spür- und messbar verbessern. Das Ziel ist die Stärkung des gemeinsamen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts. In dem Letter of Intent (LoI) setzen sich die Beteiligten gemeinsam für die Ansiedlung und Verstärkung der regionalen Forschungsinfrastruktur und Wissenschaftslandschaft durch Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstitute – versinnbildlicht als „Universität an der Emscher“ – ein.

Forschungsinstitute sollen sich ansiedeln

Das Ziel ist die Neuansiedlung von Forschungsinstituten in einem breiten Spektrum, um die Wachstumskräfte des nördlichen Ruhrgebiets zu stützen und das Angebot in der Metropole Ruhr insgesamt zu ergänzen.

„Es braucht entscheidende Impulse. Zufriedenstellende Antworten der beiden staatlichen Ebenen stehen bisher aus“ heißt es in dem LoI. Für die beteiligten Kommunen und den Landkreis drängt die Zeit. Die Ungleichheiten in Deutschland nehmen zu, selbst innerhalb des Ruhrgebietes zeichnet sich das ab. Dabei wird offenkundig, dass das südliche Ruhrgebiet von seiner bereits sehr umfassend entwickelten Wissenschaftslandschaft mit Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten stark profitiert.

Städte wollen zusammenarbeiten

Eine Untersuchung des Institutes der deutschen Wirtschaft plädiert sehr nachdrücklich für Impulse durch Hochschulen in bestimmten Regionen, um Ungleichgewichte der Regionalentwicklung zu vermindern.

Oberhausen, Bottrop, Gelsenkirchen, Herne und der Kreis Recklinghausen wollen gemeinsam an Stärke gewinnen. Sie stehen für das Konzept einer nachhaltigen, vernetzten und internationalen Innovationslandschaft im nördlichen Ruhrgebiet, was die Gestaltungschancen des Ruhrgebietes insgesamt verbessert. Sie fordern eine regionalpolitische Initiative, auch im Zusammenhang einer ausgewogenen Weiterentwicklung von „Aufholregionen“ in Ost und West.

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