Bezirksvertretung

Rotthauser Straße soll für Radfahrer sicherer werden

Ein Schutzstreifen für Radfahrer soll auf der Rotthauser Straße entstehen.

Foto: Birgit Schweizer

Ein Schutzstreifen für Radfahrer soll auf der Rotthauser Straße entstehen. Foto: Birgit Schweizer

Altstadt.   Auf der Rotthauser Straße werden Schutzstreifen markiert. Für einen „echten“ Radweg ist die gesamte Fahrbahn nicht breit genug.

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Ein geplanter Schutzstreifen für Radfahrer wurde Mittwoch zur symbolischen Brücke von der Bezirksvertretung Mitte zu den Kollegen im Bezirk Süd, die darüber bereits Dienstag diskutierten: Die Rotthauser Straße, beginnend in der Altstadt und in den gleichnamigen Stadtteil führend, soll Radfahrern nach erfolgter Markierung mehr Schutz bieten. Der ist aktuell zwischen Hiberniastraße und Wiehagen nicht gegeben und ergo als Lücke im Radwegenetz definiert.

Schutzstreifen ist „nur“ ein Angebotsstreifen

Jörg Skowronek vom Referat Verkehr stellte dazu bereits Dienstag fest: „Der Schutzstreifen ist ein Angebotsstreifen, der überfahren werden darf.“ Der Radfahrweg mit seiner durchgezogenen Linie dürfe dagegen nur dann gequert werden, wenn sich dahinter Parkplätze befinden. Beide Gremien gaben der Maßnahme einstimmigen Segen.

Soweit zur symbolischen Brücke. Bei einem weiteren Radwegvorhaben schieden sich dann in der BV Mitte die Geister: Nämlich bei der Anlage von Radfahrstreifen auf der Florastraße zwischen Hohenzollern- und Bismarckstraße. Hier soll auf beiden Seiten jeweils die rechte Fahrspur zum Radweg werden und der Kfz-Verkehr nur noch einspurig rollen. Lothar Urban (SPD) sah es pragmatisch: „Wir sollten die Strecke, wenn sie fertig ist, als die Ersten gemeinsam mit dem Verkehrsausschuss auf Rädern abfahren. Nur so kann man feststellen, ob das in Ordnung ist.“

Beim Radweg Florastraße schert die CDU aus

Peter Röttgen (CDU) kündigte dagegen an, seine Fraktion werde sich enthalten. „Wir haben es hier mit einer Straße zu tun, die zweispurig ist und täglich von 18 000 Autos befahren wird.“ Für die Grünen kein Problem. Patrick Jedamzik: „Wenn wir von der Stickstoffbelastung weg wollen, müssen wir Alternativen anbieten.“ Er freue sich schon auf die Radtour.

Es war der erste von acht Tagesordnungspunkten, bei dem keine Einstimmigkeit herrschte. Obwohl Urban erinnerte: „Wir haben hier vor 25 Jahren einen Beschluss gefasst, wonach die BV Mitte keinem Straßenvorhaben mehr zustimmen wird, das nicht von einem Radweg flankiert wird.“

Prüfaufträge zum Haushalt beschlossen

Und dann gab es Mittwoch noch einen Brückenschlag zur BV Süd: Auch die Bezirksvertretung Mitte einigte sich – einstimmig – darauf, den Haushalt „durchlaufen“ zu lassen. Lediglich ihre Prüfaufträge stellten SPD, CDU und Grüne. Allesamt wurden einstimmig auf den Weg gebracht.

Die betroffenen Anlieger informieren

Die Verwaltungsvorlage zur geplanten Sanierung von Fahrbahndecke und Gehwegen an der Steinfurthstraße zwischen Saarbrücker Straße und Steinfurthhof ließen SPD und CDU in der Bezirksvertretung Süd aufhorchen. Weil für diese Maßnahme voraussichtlich Beiträge nach dem Kommunalabgabengesetz anfallen oder anders gesagt: Anlieger zur Kasse gebeten werden.

Gianluca Bruno (SPD) forderte: „Die betroffenen Anlieger müssen darüber informiert werden.“ Auch Lothar Jacksteit (CDU) hatte Bedenken: „Wir können den Bürgern schlecht transparent machen, warum zum Teile hohe Kosten auf sie entfallen. Es wäre gut, im Vorfeld wenigstens eine Schätzung abzugeben.“ Johannes Strokosch, bei der Verwaltung zuständig für Straßenunterhaltung im Bezirk, erklärte, Schätzungen würden spätestens bei den Ausschreibungen überholt sein. Aber, sagte er: „Die Anwohner werden vier bis sechs Wochen vorher angeschrieben und darauf hingewiesen.“

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