Laut gegen Rechts

Rock und Rap gegen Rechts auf dem Neumarkt in Gelsenkirchen

Vier Musikacts stehen bei der Veranstaltung auf der Bühne. Aus Gelsenkirchen dabei: Die  Band "Kryptonite". Verschiedene Musikstile prägen die Gelsenkirchener Metalband.

Foto: Michael Korte

Vier Musikacts stehen bei der Veranstaltung auf der Bühne. Aus Gelsenkirchen dabei: Die Band "Kryptonite". Verschiedene Musikstile prägen die Gelsenkirchener Metalband. Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen.   Die Gelsenkirchener Falken setzen mit „Laut gegen Rechts“ ein Zeichen. Die Konzertveranstaltung findet am 30. April auf dem Neumarkt statt.

Bunt und laut wird es am Sonntag, 30. April, auf dem Neumarkt: Dann geht das Konzert „Laut gegen Rechts“ in die dritte Runde.

Die Gelsenkirchener Falken veranstalten mit verschiedenen Kooperationspartnern die Konzertveranstaltung, um ein Zeichen gegen rassistisches und faschistisches Gedankengut zu setzen.

„Ziel ist es, einfach ein offenes Zeichen gegen Rechts zu setzen. Die Veranstaltung ermöglicht es den Menschen teilzuhaben und mitzuwirken, ohne in einer Partei aktiv zu sein“, sind sich Christin Riedel und Annika Eismann von den Gelsenkirchener Falken einig. „Laut gegen Rechts“ steht für ein Zusammenkommen, Zusammenleben, sich verstehen lernen, für einander einstehen und sich mit anderen zusammen zu tun. Außerdem für ein demokratisches, solidarisches und buntes Miteinander in Gelsenkirchen sowie auf der ganzen Welt. Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem die Organisationen Schalke hilft, Schalker Faninitiative e.V und Schalker Fanprojekt. „Es soll ein Ort der Begegnung sein, an dem wir gemeinsam Flagge zeigen wollen. Der Fußball ist eine Motivation für viele Menschen und hat eine große Strahlkraft. Wenn nicht in Gelsenkirchen und beim Fußball Vielfalt gelebt wird, wo dann?“, meint Martin Weijers vom Schalker Fanprojekt.

Ein buntes Programm

Los geht das musikalische Programm um 17.30 Uhr. Nachdem OB Frank Baranowski ein Grußwort an die Bürger gerichtet hat, gibt die Gelsenkirchener Band „Kryptonite“ den Startschuss. Der Stil ist sowohl vom Hardrock und Blues der 60er und 70er Jahre geprägt, als auch von modernen Elementen aus den Bereichen Alternative-Rock und Grunch.

Gegen 18 Uhr spielt dann „Tubbe“. Das Berliner Duo präsentiert deutschsprachigen Electropunk und Electropop. „Wir gucken bei den Künstlern immer, dass diese im antifaschistischen Spektrum oder lokal bekannt sind“, so Riedel.

Dass die Musikgenres bunt gemischt sind, merkt man spätestens dann, wenn „Juse Ju“ die Bühne besteigt. Der Rapper, mit bürgerlichem Namen Justus Hütter aus Kirchheim an der Teck, wird aber bestimmt nicht nur Hip-Hop-Fans für sich gewinnen. Während der Umbauphasen heizen „Bang Bang Gelsen“ am DJ-Pult den Besuchern ein. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Moderation von Lennart Hemme, bekannt durch Radio Emscher Lippe.

Umsonst und draußen

Wie die Jahre zuvor, kann auch dieses Jahr umsonst und draußen bei „Laut gegen Rechts“ in den Mai getanzt werden. Ein Wagen versorgt die Zuschauer mit Getränken in bunten Plastikbechern. Auch Merchandise-Artikel, mit denen ein Zeichen gesetzt werden kann, werden vor Ort erhältlich sein. „Die Rechten sind klein, aber laut. Deswegen müssen wir umso lauter sein“, so Christin Riedel.

Weitere Informationen zu „Laut gegen Rechts“ auf: facebook.com/lgrge

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