Festival-Neuauflage

Rock im Pott kehrt mit Toten Hosen zurück nach Gelsenkirchen

Campino, Frontmann der Punkband "Die Toten Hosen".

Campino, Frontmann der Punkband "Die Toten Hosen".

Foto: dpa

Gelsenkirchen.  Rock im Pott kommt zurück nach Gelsenkirchen: Ende August werden unter anderem die Toten Hosen und Kraftklub in der Veltins-Arena mit dabei sein.

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Rock im Pott, das Festival-Original, kommt zurück nach Gelsenkirchen: Am Samstag, 26. August, soll es die Neuauflage in der Veltins-Arena geben. Mit dabei: die Toten Hosen, die deutsche Hip-Hop-Formation K.I.Z und Kraftklub. Für die Chemnitzer ist es eine Rückkehr an die Stätte eines frühen Erfolgs auf großer Bühne: 2012, bei der Erstauflage von Rock im Pott, mischte das Quintett gerade mit seinem Debüt-Album „Mit K“ die Republik auf und zählte wie The BossHoss noch zur Anheiz-Fraktion für Größen wie Placebo und die Red Hot Chili Peppers. Nun sind die Deutsch-Rocker selbst Zugnummer für das Pott-Festival in der Arena.

Weitere Bands sind noch unklar

Am Freitag, 7. April, 10 Uhr, startet der offizielle Vorverkauf. Sitzplätze in der Arena kosten 30 bis 74 Euro, Stehplätze 50 bis 79 Euro (jeweils plus Gebühren). Zu möglichen weiteren Bands hielt man sich am Dienstag beim Veranstalter Live Nation Entertainment, der Agentur von Marek Lieberberg, noch zurück. Nach der Premiere 2012 hatte es 2013 (dann unter anderem mit Casper, Volbeat und Biffy Clyro) ein weiteres Arena-Festival unter Lieberberg-Regie gegeben. Darauf nahm der Veranstalter eine Auszeit. „Wir haben pausiert. Es waren keine Künstler und keine Bands unterwegs, die verfügbar waren“, erklärt eine Agentur-Mitarbeiterin Dienstag den längeren Aussetzer.

2015 übernahm dann Fred Handwerker mit Rock im Revier gleich an zwei Tagen die Arena, holte Größen wie Metallica, Muse und KISS nach Gelsenkirchen. Mit dem Zuspruch und gut 40 000 verkauften Tickets gab man sich damals offiziell zufrieden. Doch eine Neuauflage an gleicher Stelle scheiterte. Erstes Ausweichquartier sollte das Gelände an der Gelsenkirchener Trabrennbahn sein, doch schließlich wechselte das Festival für ein einmaliges Gastspiel in die Dortmunder Westfalenhalle, für 2017 wurde es dann abgesagt.

Zeichen für einen Neuanfang

Bei Marek Lieberberg grenzt man sich hart von der Konkurrenz ab: Mit Rock im Revier habe man nichts zu tun gehabt, heißt es und setzt ein Zeichen für einen Neuanfang. Die Neuauflage in der Arena steht nun ganz im Zeichen der Toten Hosen, deren NRW-Premiere im Rahmen ihrer neuen Live-Tournee in Gelsenkirchen ansteht. Nach fünf Jahren Pause arbeiten die Düsseldorfer Alt-Punker an einem neuen Album. Dass der Veranstalter auf deutsche Headliner setzt, ist aus Sicht des Schalker Arena-Managements eine Besonderheit. Ansonsten, heißt es dort unaufgeregt, reihe sich die Großveranstaltung „ohne große Besonderheiten“ in eine lange Reihe von Konzerten ein, die die Arena bereits gesehen habe.

Beim Stadtmarketing und in der Pressestelle der Stadt hat man die Konzert-Botschaft erfreut zur Kenntnis genommen: „Jede interessante Veranstaltung ist ein Gewinn für Gelsenkirchen“, so Stadtsprecher Martin Schulmann. Im konkreten Fall könne die „Arena mal wieder zeigen, dass sie auch Rock kann“.

„Rock im Pott ist eine Marke. Das kann sich sehen lassen“, findet Stadtmarketing-Chef Markus Schwardtmann. „Wir kriegen die Hütte sicher wieder voll. Ich hoffe, dass sich das etabliert.“