Neujahsempfang

Revierinitiative zeigt Kranken kleine Schritte zum Glück

Das Brustzentrum Ruhrgebiet und dessen Fšrderverein "Die Revierinitiative" veranstalteten einen Neujahrsempfang am 28.01.2018 im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen. Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services GmbH

Das Brustzentrum Ruhrgebiet und dessen Fšrderverein "Die Revierinitiative" veranstalteten einen Neujahrsempfang am 28.01.2018 im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen. Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services GmbH

Foto: Olaf Ziegler

Gelsenkirchen-Altstadt.   Philosophische Tipps zur Lebenskunst, praktische Lebensfreude getrommelt und Hoffnung vom Chefarzt: Ein Neujahrsempfang im Hans-Sachs-Haus.

700 Gäste ließen sich beim Neujahrsempfang der Revierinitiative, dem Förderverein des Brustzentrums an den Evangelischen Kliniken, mitreißen von den Klängen des angolanischen „Trommeln des Friedens“, die den musikalischen Part des Empfanges unter dem Motto „Das Leben verstehen“ übernommen hatten. Der Meistertrommler Richard Makutima Antonio unterstützte die Gruppe Ngoma Kimpwanza. 45 Trommler versetzten den Saal des Hans-Sachs-Hauses in – sehr positive – Schwingungen.

Dass ausgerechnet Trommeln ausgewählt wurden, ist kein Zufall. Seit 2010 hat die Revierinitiative, die Brustkrebserkrankten verschiedenste Angebote zur Lebenserleichterung jenseits des Medizinischen ermöglicht, unter Leitung des Musikpädagogen Hasan Kayar selbst eine Trommelgruppe, die sich mittwochs in der Ev. Gesamtschule trifft. „Es tut einfach gut, sich beim Trommeln so zu konzentrieren, dass alle Gedanken ausgesperrt sind“, erklärt Barbara Kols-Teichmann, die Vorsitzende der Revierinitiative. Man versuche auch bei den Empfängen stets, Erkrankten Anregungen für Wege aus der Krise Krebs aus verschiedensten Perspektiven zu geben.

Warum permanentes Glück nicht möglich ist

Stargast und Referent des Tages – nach einer bewegenden und hoffnungsstiftenden Begrüßung der üppigen Zuhörerschaft durch den Leiter des Brustzentrums, Dr. Abdallah Abdallah – war der Philosoph Prof. Wilhelm Schmid. Der für seine Arbeit zur Lebenskunst mehrfach ausgezeichnete Philosoph, der in der Schweiz zehn Jahre lang als philosophischer Seelsorger in einem Krankenhaus arbeitete, leistete mit seinen Ausführungen sehr praktische Lebenshilfe. Er erklärte nicht nur, warum permanentes Glück nicht möglich ist und Glück umso besser spürbar ist nach glücksarmen Phasen. Vielmehr gab er auch Anleitungen, selbst Glück im Kleinen herbeizuführen. Sei es durch Genuss von guten, kleinen Dingen, einem Kaffee etwa, oder dank dem Erkennen glücksträchtiger Situationen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben