Emscherumbau

Regenrückhaltebecken für den Wattenscheider Bach

Östlich der Rhein-Elbe-Halde ist ein Regenrückhaltebecken für die Säuberung des Wassers geplant.

Foto: Hans Blossey

Östlich der Rhein-Elbe-Halde ist ein Regenrückhaltebecken für die Säuberung des Wassers geplant. Foto: Hans Blossey

Gelsenkirchen-Ückendorf.   Die Emschergenossenschaft beginnt im Januar mit den Vorbereitungen für den Bau eines Regenrückhaltebeckens. Rodungen am Wattenscheider Bach.

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Die Emschergenossenschaft plant in diesem Jahr den Bau eines unterirdischen Abwasserkanals entlang des Wattenscheider Bachs auf Gelsenkirchener und Bochumer Stadtgebiet. „Die Bauarbeiten finden an der Grenze der beiden Städte statt, größtenteils aber auf Bochumer Stadtgebiet“, erklärt Ilias Abawi, der Pressesprecher des öffentlich-rechtlichen Wasserwirtschaftsverbands.

Im Vorfeld der Maßnahme werden bereits im Januar zur Vorbereitung der künftigen Baufläche Rodungen durchgeführt. Diese Arbeiten sollen, so der Plan, schon in der zweiten und dritten Kalenderwoche in 2018 beginnen.

Rodungsarbeiten auf 2,5 Hektar

Östlich der Rhein-Elbe-Halde wird dafür eine Fläche von zirka 2,5 Hektar gerodet. Auf dieser Fläche wird ein Regenwasserrückhaltebecken errichtet. Ausgehend von dieser Fläche nach Osten und Westen werden entlang des Wattenscheider Bachs beidseitig auf einer Länge von 500 Meter die Böschungsbereiche gerodet.

Regenrückhaltebecken in Planung

Bei der geplanten Kanalbaumaßnahme der Emschergenossenschaft wird ein Abwasserkanal mit einer Länge über etwa zwei Kilometer parallel zum Gewässer in Gelsenkirchen und Bochum verlegt, der in Teilen als Stauraumkanal mit einem Durchmesser von 2,60 Meter dient. An dessen Ende östlich der Rhein-Elbe-Halde werden ein Entlastungsbauwerk und ein Regenwasserrückhaltebecken errichtet.

Die Emschergenossenschaft plant, mit dem Bau im dritten Quartal 2018 zu beginnen. Die Bauzeit wird etwa zweieinhalb bis drei Jahre betragen. Ein Stauraumkanal dient der Trennung von sauberem Regenwasser von schmutzigem Abwasser. In der Anlage wird bei starken Regenfällen das Mischwasser zunächst „angehalten“ und beruhigt.

Gesetz der Schwerkraft

Dabei kommt dann das physikalische Gesetz der Schwerkraft zum Tragen: Die schwereren Schmutzsedimente setzen sich nach unten ab und können gedrosselt in den Abwasserkanal transportiert werden. Da oben schwimmende und weitestgehend saubere sowie nicht klärpflichtige Regenwasser dagegen kann nach Erreichen einer bestimmten Menge und Höhe über eine sogenannte Entlastungsschwelle in das Gewässer „schwappen“.

Auf diese Weise erhalten die Emscher-Gewässer weitgehend sauberes Wasser, während die Abwasserkanäle und insbesondere die Kläranlagen entlastet werden.

Naturnahe Umgestaltung durch „EmscherUmbau“

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt „EmscherUmbau“ um. Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden. Weitere Informationen über die Umbauprojekte der Emschergenossenschaft auf: www.eglv.de

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