Hochschulplanung

Rätselraten im Gelsenkirchener Rat über Fachhochschulpläne

Ihre Polizeiausbildung durchlaufen Absolventen an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gelsenkirchen. Ihre Ernennungsurkunden bekamen sie in den vergangenen Jahren bei einer Feststunde im Hans-Sachs-Haus überreicht. In einer „Polizeibahn“ fuhren beispielsweise 131 Absolventen 2016 vor.

Ihre Polizeiausbildung durchlaufen Absolventen an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gelsenkirchen. Ihre Ernennungsurkunden bekamen sie in den vergangenen Jahren bei einer Feststunde im Hans-Sachs-Haus überreicht. In einer „Polizeibahn“ fuhren beispielsweise 131 Absolventen 2016 vor.

Foto: Foto: Martin Möller / FFS

Gelsenkirchen.   Die Bildungscampus-Idee für die WH unter Beteiligung der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung ist obsolet. Was stattdessen kommt, ist offen.

Die Idee, am Standort der Westfälischen Hochschule (WH) einen breit aufgestellten Bildungscampus zu etablieren, hat sich vorerst zerschlagen. Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) scherte bekanntlich aus. „Warum die Ansiedlung auf dem Gelände in Buer nicht funktioniert hat und warum diese Tatsache so geräuschlos am Rat der Stadt und den Fachgremien vorbeigegangen ist“, hinterfragte der grüne Stadtverordnete David Fischer in der Ratssitzung am Donnerstag und verband das mit dem Aufruf an die Stadtspitze für die Erweiterung der Fachhochschule, zumindest aber deren Sicherung Initiative zu ergreifen. Allein: Die Hoffnung auf weitergehende Aufklärung blieb unerfüllt.

Studiengänge für Verwaltung und Polizeidienst

Derzeit studieren etwa 1020 junge Menschen am Studienort Wanner Straße in Gelsenkirchen: 380 im Studiengang Kommunaler Verwaltungsdienst und etwa 570 im Studiengang Polizeivollzugsdienst. 70 Studierende besuchen den weiterführenden Studiengang Master of Public Management (MPM). In Herne wird die Fachhochschule ihre Präsenz ausbauen. Wie sich die Situationin Gelsenkirchen entwickelt, ist im Hans-Sachs-Haus derzeit fraglich.

Einflussmöglichkeiten auf die Entwicklung

Die Campus-Absage, so Oberbürgermeister Frank Baranowski, habe überrascht. „Was immer zu der Entscheidung geführt hat, ist für mich und dem WH-Präsidenten Prof. Bernd Kriegesmann nicht wirklich nachvollziehbar.“ Baranowski machte deutlich, dass die Stadt wenig Einflussmöglichkeiten auf die Entwicklung habe – beispielsweise, wenn aktuell die Diskussion über die Ausgliederung von reinen Polizeifachschulen nachgedacht werde.“ Das können wir als Verwaltung nicht organisieren. Unsere Hände reichen nicht ins Innenministerium von Herrn Reul.“

Dennoch wurden „Gespräche geführt und auch Standortvorschläge unterbreitet“. Ein Grundstück in Bahnhofsnähe wurde als möglicher Ersatzstandort offeriert. „Doch bisher“, erklärte Baranowski, „haben wir weder vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes noch von der Fachhochschule eine Reaktion dazu“.

Ein Standortvorschlag: Schalker Verein

CDU und Grüne nannten die Entwicklung „sehr bedauerlich“ und wünschen, „mehr Information zu bekommen“. Fischer schlug zudem vor, das Gelände Schalker Verein in Bulmke-Hüllen als einen weiteren möglichen Standort für eine Ansiedlung ins Gespräch zu bringen.

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