Temposünder

Radarkontrollen: Polizei kündigt Messstellen nicht mehr an

Autofahrer müssen künftig überall mit Radarmessungen rechnen.

Autofahrer müssen künftig überall mit Radarmessungen rechnen.

Foto: Joachim Kleine-Büning/Archiv

Gelsenkirchen.   Die Polizei Gelsenkirchen folgt einer Empfehlung der Landesregierung und kündigt Radarmessungen nicht mehr an. Zieht die Stadt nun auch nach?

Die Gelsenkirchener Polizei wird ab sofort nicht mehr bekanntgeben, wo sie auf die Jagd nach Temposündern geht. Bislang waren die Straßennamen auf der Homepage nachzulesen; auch die WAZ veröffentlichte täglich die geplanten Messstellen in ihrer Print-Ausgabe und auf Facebook. Mit der Einstellung folgt die Polizei nun der Landesregierung, die beim Kampf gegen Verkehrssünder andere Schwerpunkte setzen will (die WAZ berichtete). Dazu gehört auch die Devise des Innenministers Herbert Reul (CDU): „Verkehrsüberwachung findet grundsätzlich unangekündigt statt.“

Temposünder werden künftig direkt angehalten

Die Polizei, die Messungen vorwiegend mit der Laserpistole durchführt, wolle in Zukunft verstärkt versuchen, Temposünder direkt anzuhalten, heißt es aus der Pressestelle. „Verkehrsregeln haben ihren Sinn“, so Sprecherin Merle Mokwa. Überhöhte Geschwindigkeit sei Unfallursache Nummer eins. „Es muss jedem bewusst sein, dass zu schnelles Fahren nicht erlaubt ist.“

Stadt hält an der Praxis der Blitzerankündigungen fest

Bei der Stadt will man an der bisherigen Praxis festhalten und weiterhin Messstellen veröffentlichen. Es ginge in erster Linie darum, für angepasstes Fahren zu sorgen. „Es geht nicht ums Abkassieren“, so Stadtsprecher Martin Schulmann.

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