Weltmusik

Quartetoukan bringt in Gelsenkirchen Kulturen zusammen

„Quartetoukan“ spielten in der Neuen Synagoge in Gelsenkirchen.  Die Lieder von Sängerin Miriam Toukan gingen ans Herz. Foto:Christoph Giese

„Quartetoukan“ spielten in der Neuen Synagoge in Gelsenkirchen. Die Lieder von Sängerin Miriam Toukan gingen ans Herz. Foto:Christoph Giese

Gelsenkirchen-Altstadt.   Quartetoukan spielten in Gelsenkirchens Neuer Synagoge. Flamenco, Klezmer und arabische Musik bauen Brücken zwischen Mensachen im Nahen Osten.

An diesem Abend passt einfach alles. Das schöne Wetter draußen, das die vielen Zuhörer geduldig vor der Neuen Synagoge warten ließ, bis sie sich öffnete zum Konzertabend mit der Band „Quartetoukan“ der israelischen Sängerin Miriam Toukan. Und auch das danach Gespielte und Gehörte passte zusammen: Völker verbindende Stücke Musik.

Eigentlich hätte dieses Konzert ja in der Bleckkirche in Bismarck stattgefunden, dem Spielort für die Abende im Rahmen der Reihe „Klangkosmos Weltmusik“. Doch Pfarrer Thomas Schöps bot der Jüdischen Gemeinde das Konzert an. Und mit Unterstützung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Gelsenkirchen konnte der Abend schließlich in der Neuen Synagoge an der Georgstraße realisiert werden.

Lieder der berühmten Sängerin Fairuz

Das war eine gute Idee, ist die Neue Synagoge doch ein sehr passender Raum für das, was das Quartett mit Stimme, Cello, Gitarre und Percussionen so präsentiert. Umarrangierte Lieder der berühmten libanesischen Sängerin Fairuz beispielsweise. Wenn Sängerin Miriam Toukan über Beirut singt, ist man auch ohne Arabischkenntnisse berührt von dem Song. Ein Liebeslied an die israelische Stadt Haifa geht ebenfalls unweigerlich ans Herz.

Diese und andere Lieder, etwa über das spanische Córdoba, schlagen Brücken. So wie die arabisch-christliche Sängerin aus I´billin, zwischen Haifa und Akkon im Norden Israels gelegen, verschiedene Kulturen in sich trägt, so tun das auch die von ihr besungenen Städte und ihre Bürger.

Abend kling mit Cohens Hymne „Halleluja“ aus

Klezmer und arabische Volksmusik verbinden sich dabei in den Klängen von „Quartetoukan“ schlüssig mit Flamenco. Das immer dann, wenn Gitarrist Baris Yavuz mit seinen feinen Soli in die andalusische Musiktradition eintaucht.

Das Amalgam von „Quartetoukan“ vermittelt Menschlichkeit und Wärme. Und viel passender als mit Leonard Cohens Hymne „Halleluja“ hätte dieser wunderbarer Konzertabend dann am Ende auch nicht ausklingen können.

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