Betrugsvorwurf

Prozess: Lehrer im Ruhestand kassierte weiter volles Gehalt

2009 ging der angestellte Lehrer aus Gelsenkirchen in den Vorruhestand – bis Anfang 2018 soll er aber weiter das volle Gehalt kassiert haben.

2009 ging der angestellte Lehrer aus Gelsenkirchen in den Vorruhestand – bis Anfang 2018 soll er aber weiter das volle Gehalt kassiert haben.

Foto: Arno Burgi / dpa (Symbolfoto)

Gelsenkirchen/Düsseldorf.  Neun Jahre lang soll ein früherer Lehrer aus Gelsenkirchen im Ruhestand weiter das volle Gehalt kassiert haben. Das hat nun ein Nachspiel.

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Ein Lehrer aus Gelsenkirchen soll trotz seines Vorruhestands neun Jahre lang weiter volles Gehalt kassiert haben. An diesem Montag muss sich der 67-Jährige in Düsseldorf wegen besonders schweren Betrugs vor Gericht verantworten.

Der angestellte Lehrer hatte sich mit der Bezirksregierung in einem Vergleich vor dem Landesarbeitsgericht Hamm geeinigt, Ende Januar 2009 in Vorruhestand zu gehen. Wegen eines Übermittlungsfehlers der Bezirksregierung soll das Landesamt für Besoldung davon nichts erfahren haben.

Dem Rentner aus Gelsenkirchen droht eine Haftstrafe

Das zahlte daher bis zum 31. Januar 2018 weiter das volle Gehalt – insgesamt fast eine halbe Million Euro. Nun droht dem Rentner Gefängnis.

Die Staatsanwaltschaft erklärt, dass der Angeklagte es nicht nur unterlassen habe, die Behörden über ihren Fehler zu informieren, sondern auch noch jährlich die Bescheinigungen über von ihm gezahlte Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung vorgelegt habe, um dafür den Arbeitgeberzuschuss zu kassieren. (dpa)

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