Sportausschuss

Provital-Ende im Schürenkamp kein Thema für Sportausschuss

Trainerin Beatrix Traeder in den Anfangstagen des Studios im Schürenkamp. Qualifizierte Betreuung sollte hier im Vordergrund stehen.

Trainerin Beatrix Traeder in den Anfangstagen des Studios im Schürenkamp. Qualifizierte Betreuung sollte hier im Vordergrund stehen.

Foto: Jan Dinter / WAZ FotoPool

Gelsenkirchen-Schalke.  Die Schließung des „Provital“-Fitnessstudios im Schürenkamp gehört nicht in den Sportausschuss. Damit blockierten SPD und CDU einen Grünenantrag.

Die Schließung des „Provital“-Fitnessstudios im Schürenkamp sollte auf Antrag der Grünen noch einmal im Sportausschuss diskutiert werden. Gesprochen wurde jedoch ausschließlich darüber, ob der Ausschuss überhaupt dafür zuständig ist. SPD und CDU befanden, dies sei nicht der Fall. Es handele sich um betriebswirtschaftliche Erwägungen eines kommerziellen Betreibers, der im Auftrag des Vereins Gelsensport agiert habe. Wenn sich dies nicht rechne, sei der Fachausschuss der Stadt formaljuristisch nicht zuständig, argumentierte der sportpolitische Sprecher der SPD, Lukas Günther.

Geräte mit Steuergeldern finanziert und im Ausschuss beschlossen

Dem mochte David Fischer, Antragsteller und Sprecher der Grünen, nicht folgen. Das „Provital“-Studio sei vielmehr damals mit Geräten aus Steuergeldern ausgestattet worden, der Einrichtungsbeschluss sei im Ausschuss gefallen. Auch Siegfried Wagner, der sich als „Provital“-Mitglied über das aus seiner Überzeugung mutwillig herbeigeführte Ende des Clubs ärgert, sieht das anders. Für ihn hatte Fischer Rederecht im Ausschuss beantragt, was aber ebenfalls abgelehnt wurde. Wagner und drei Mitstreiter vermuten andere Gründe für das Ende von „Provital“.

Die Steuergelder für die Geräte seien nicht vergeudet, versicherte indes Lukas Günther. Es gebe neue Kurse über Gelsensport an den Geräten, die weiterhin im Schürenkamp stehen und genutzt werden. Auch finde das Training für Feuerwehrleute hier weiterhin statt.

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