Verkehrsbehinderung

Pyro-Einsatz: Polizei rückt zu türkischer Hochzeit aus

Die Gelsenkirchener Polizei musste am Samstagnachmittag bei einer türkischen Hochzeitsfeier einschreiten. (Symbolbild)

Die Gelsenkirchener Polizei musste am Samstagnachmittag bei einer türkischen Hochzeitsfeier einschreiten. (Symbolbild)

Foto: Michael Kleinrensing

Gelsenkirchen-Horst.   Verkehrsbehinderung größeren Ausmaßes in Gelsenkirchen: Dahinter steckte eine türkische Hochzeitsgesellschaft. Auch Pyrotechnik kam zum Einsatz.

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Wieder einmal sorgt eine aus dem Ruder gelaufene türkische Hochzeitsfeier für Schlagzeilen.

Am Samstag gegen 16 Uhr erhielt die Polizei Hinweise auf eine Verkehrsbehinderung größeren Ausmaßes auf der Vereinsstraße. Außerdem meldeten Zeugen den Einsatz von Pyrotechnik. Polizeibeamte trafen am Einsatzort auf die Teilnehmer einer türkischen Hochzeitsgesellschaft. Sie leiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und sprachen mit den Verantwortlichen. Anschließend verließen die Personen mit ihren Fahrzeugen die Örtlichkeit.

Erneuter Appell der Gelsenkirchener Polizei

Die Polizei Gelsenkirchen appelliert aus gegebenem Anlass erneut an alle Bürgerinnen und Bürger: „Leisten Sie Ihren Beitrag zu einem sicheren Miteinander auf den Straßen unserer Stadt und verhalten Sie sich jederzeit regelkonform!“

Grundsätzlich gilt laut Polizei: Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird! Darüber hinaus gilt: Auch im Konvoi müssen die geltenden Sicherheitsabstände eingehalten werden. Das Nichtbeachten der Vorfahrt oder des Rotlichts an Kreuzungen kann zu schwersten Unfällen mit Verletzten oder gar Toten führen: Die Polizei weist auch auf die Gurtpflicht hin.

Hinauslehnen aus den Seitenfenstern ist verboten

Während der Fahrt ist das Hinauslehnen des Körpers aus den Seitenfenstern oder dem Schiebedach ebenso wenig erlaubt wie das Sitzen auf Fahrzeugdächern und Motorhauben. Studien belegten, dass in solchen Fällen bereits mit 40 km/h schwerste oder gar tödliche Verletzungen drohten.

Beim Fahren mit dem Cabrio darf niemand auf dem äußeren Fahrzeugrand sitzen oder stehend mitfahren. Am Auto angebrachte Fahnen dürfen die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigen. Außerdem müssen sie so sicher angebracht werden, dass sie während der Fahrt nicht herabfallen können. Das Betätigen der Hupe ist nach Angaben der Polizei innerhalb geschlossener Ortschaften verboten – es sei denn, es liegt eine Gefährdung vor.

„Freudenschüsse“ – kein Kavaliersdelikt

Die Polizei macht darauf aufmerksam, dass das Abfeuern von „Freudenschüssen“ in Autokorsos anlässlich von Hochzeitsfeiern verboten ist. Es handele sich hierbei nicht um ein Kavaliersdelikt.

Das Abfeuern auch von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen stellt bei Inhabern des kleinen Waffenscheins eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße bis 10.000 Euro geahndet werden. Ohne den Besitz eines kleinen Waffenscheins stellt der Verstoß sogar eine Straftat dar. Hier ist eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren Haft vorgesehen.

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