Rocker-Razzia

Polizei-Razzia auch bei den Osmanen-Rockern in Gelsenkirchen

Das Clubheim der Osmanen an der Florastraße wurde von der Polizei durchsucht.

Das Clubheim der Osmanen an der Florastraße wurde von der Polizei durchsucht.

Foto: Andreas Bartel

Gelsenkirchen.   Beamte und Spezialkräfte durchsuchen vier Wohnungen und ein Vereinstreffpunkt in Gelsenkirchen. Was das Ziel der Beamten ist.

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Bei der Großrazzia der Polizei am Dienstagmorgen sind auch vier Wohnungen und ein Vereinslokal des türkisch-nationalistischen „Osmanen Germania Boxclub“ in Gelsenkirchen durchsucht worden – darunter der Treffpunkt in einer ehemaligen Kneipe an der Florastraße in der Altstadt.

Spezialkräfte als Unterstützung

Festnahmen hat es nach Angaben der federführenden Polizei Essen nicht gegeben. „Das Innenministerium hat uns nur Durchsuchungsbeschlüsse erteilt“, sagte Sprecher Lars Lindemann. Ziel der konzertierten Aktion in 23 Städten sei es gewesen, die Vereinsstrukturen und die Aktivitäten aufzuklären. Weil die „betroffenen Rocker als gefährlich eingeschätzt werden“, waren auch Spezialkräfte im Einsatz.

41 Objekte wurden durchsucht

41 Objekte haben die Ermittler durchsucht. Dabei beschränkte sich ihr Einsatzgebiet nicht nur auf Nordrhein-Westfalen. Auch Baden-Württemberg und Hessen war Teil des groß angelegten Einsatzes. Hier im Ruhrgebiet waren neben Gelsenkirchen auch die Städte Bochum, Gladbeck, Essen und Duisburg im Visier der Polizei.

Deutschlandweit gehören den „Osmanen“-Rockern gut 300 Mitglieder an, in NRW allein sind es 150. Von offizieller Seite heißt es, der Rocker-Club tarne sich als Boxclub, der vorgebe, sich um Jugendliche zu kümmern. Dem Club geht es in Wirklichkeit wohl aber darum, am ebenso kriminellen wie lukrativen Geschäft mit Drogen, der Türsteherszene und im Rotlicht-Milieu teilzuhaben. Auseinandersetzungen mit anderen Rocker-Clubs in der Vergangenheit erhärten dies.

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