Kriminalität

Polizei fasst gesuchten Räuber nach kurzer Verfolgungsjagd

Die Gelsenkirchener Polizei hat einen gesuchten Räuber nach einer Verfolgungsjagd gefasst. Das Auto war gestohlen, der Kölner stand unter Drogen.

Die Gelsenkirchener Polizei hat einen gesuchten Räuber nach einer Verfolgungsjagd gefasst. Das Auto war gestohlen, der Kölner stand unter Drogen.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

Gelsenkirchen.  Die Gelsenkirchener Polizei hat einen gesuchten Räuber nach einer Verfolgungsjagd gefasst. Das Auto war gestohlen, der Kölner stand unter Drogen.

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Für längere Zeit hinter schwedischen Gardinen sitzt seit Montagabend ein 26-Jähriger, der wegen schweren Raubes per Haftbefehl gesucht wurde und der in Gelsenkirchen mit einem gestohlenen Auto und gestohlenen Kennzeichen und dazu noch berauscht durch Drogen unterwegs war.

Der Kölner ist einer Streifenwagenbesatzung ins Auge gefallen, die ihn an der Johannes-Rau-Allee im Stadtteil Bismarck kontrollieren wollte. Offenbar aus Angst vor der Entdeckung flüchtete er mit dem BMW. Ein geplatzter Reifen beendete aber seine Flucht. Nun sitzt er für fast 600 Tage in einer Justizvollzugsanstalt und muss mit einem neuen Strafverfahren wegen mehrerer Delikte rechnen – Fahren unter Drogeneinfluss und ohne Führerschein, fehlender Versicherungsschutz und mehr.

BMW flüchtet über den Grünstreifen vor der Polizei

Die Vorgeschichte: Gegen 22.25 Uhr beabsichtigte eine Streifenwagenbesatzung, einen grauen 5er-BMW auf der Mindener Straße Ecke Johannes-Rau-Allee anzuhalten und zu kontrollieren. Der Fahrer hielt zunächst an. Als die Beamten auf das Auto zugingen, gab der Fahrer plötzlich Gas. Der Wagen fuhr über eine Grünfläche sowie über einen Gehweg und brauste dann auf die Johannes-Rau-Allee in Richtung Alfred-Ziegler-Straße fort.

Der BMW-Fahrer fuhr trotz der Bodenschwellen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch das Gewerbe- und Wohngebiet. Die Polizeibeamten nahmen die Verfolgung auf. Kurze Zeit später stellte der Flüchtige sein Auto mit geplatzten Reifen auf einem Feld ab und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Auch seine Beifahrerin verließ den BMW.

Flüchtiger versucht sich hinter einem Rollwagen zu verstecken

Die Polizei nahm den Straftäter kurze Zeit später fest. Er hatte zwar noch versucht, sich zwischen einer Hauswand und einem Rollwagen zu verstecken, das war aber zwecklos, die Verfolger fanden ihn trotzdem. Die Beamten fanden bei den weiteren Ermittlungen heraus, dass der 26-jährige Mann ohne festen Wohnsitz unter Drogeneinfluss stand, mit Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Aachen wegen schweren Raubes gesucht wurde, keine Fahrerlaubnis hat und mit einem gestohlenen Auto unterwegs war, an dem ebenfalls gestohlene Kennzeichen angebracht waren. Die Personalien der 33-jährigen Beifahrerin aus Köln wurden ebenfalls festgestellt.

Verfolgungsjagd endete ohne Verletzte

„Ob der Mann die Kennzeichen und das Auto selbst gestohlen hat oder von jemand anderem übernommen hat, ist derzeit noch unklar und Gegenstand unserer Ermittlungen“, sagte Polizeisprecher Christopher Grauwinkel.

Der 26-Jährige musste die Polizisten zur Wache begleiten und dort eine Blutprobe abgeben. Anschließend kam er in eine JVA. Der BMW und die Kennzeichen wurden sichergestellt. Personen kamen nicht zu Schaden.

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