Bezirksvertretung

Politiker äußern Sorge wegen Schlägereien am Hauptbahnhof

Blick auf den Südeingang zum Hauptbahnhof Gelsenkirchen. Auch hier ist Sicherheit oft ein Thema.

Blick auf den Südeingang zum Hauptbahnhof Gelsenkirchen. Auch hier ist Sicherheit oft ein Thema.

Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen-Ückendorf.   Die Sicherheit rund um den Neustadtplatz stand am Mittwoch im Zentrum der Sitzung der Bezirksvertretung Süd im Wissenschaftspark.

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Die Sicherheit rund um den Neustadtplatz stand am Mittwoch im Zentrum der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd im Wissenschaftspark. Anlass war ein Antrag der CDU. Ihrem Eindruck nach häuften sich in jüngster Zeit Schlägereien von Gruppen rund um den Südausgang des Hauptbahnhofes, zuletzt flogen am 3. Juni die Fäuste, gab es wilde Verfolgungsjagden zu Fuß zwischen Tischen und Stühlen von Cafés, wie Barbara Fuest es schilderte. „Beängstigend“, sagte die CDU-Frau. Warum sollte man da noch verweilen wollen.

Parteipolitisch geprägte Diskussion

Was darauf folgte, war zunächst eine stark parteipolitisch geprägte Diskussion über Zuständigkeiten bis hin nach Düsseldorf. Dass eine BV per Antrag bis zur NRW-Landesregierung vordringen könnte, schloss Bezirksbürgermeister Michael Thomas Fath (SPD) kategorisch aus. „Das Thema Sicherheit muss man schon selber nach oben weitergeben“, mahnten er und Stadträtin Annette Berg den innerparteilichen Weg an.

Die Gremiumsmitglieder einigten sich schließlich darauf, von Polizei (und Kommunalem Ordnungsdienst) zur nächsten Sitzung „empirische Daten“ (Gianluca Bruno, SPD) zu erbitten über Einsätze, Streifen und Vorfälle zur nächsten Sitzung. Dabei sollen auch das Projekt „GeOS“ (Bedeutet: „Gemeinsam für Ordnung und Sicherheit“) von Polizei, Bogestra und Ordnungsdienst näher vorgestellt und Ideen zur Eindämmung der Gewalt in der Neustadt entwickelt werden. Ziel: mehr Präsenz.

Gewerbefläche wechselt Besitzer

Das Gelände der ehemaligen Gesenkschmiede Am Dördelmannshof 5 hat einen neuen Besitzer, die Can Immobilien GmbH. Die Bochumer Firma erhielt bei einer Zwangsversteigerung jüngst den Zuschlag für rund 80 000 Euro. Ursprünglich mal angesetzt waren 1,7 Millionen Euro, weil aber ein Gutachter gravierende Mängel und Schäden attestiert hatte, wurde der Verkehrswert des 12 220 Quadratmeter (Nutzfläche: 6500 m2) umfassenden Geländes lediglich mit 10 000 Euro taxiert.

Welche Art von Nutzung das Areal künftig erfährt, „ist bislang noch völlig unklar“, erklärte die Verwaltung. Die Stadt will mit dem neuen Eigentümer „dahingehend zeitnah Gespräche führen“. Weil sich direkt in der Nähe von dem Firmengelände ein Wohngebiet anschließt, dürfte eine Ansiedlung eines emmissionsstarken Betriebes, nicht in Frage kommen.

Stellflächen für Fahrzeuge

Stellflächen für Fahrzeuge sind wie in anderen Ballungsräumen auch in Gelsenkirchen rar. Zu Stoßzeiten ist auch die Gegend um die Kita Leithestraße von einem hohen Verkehrsaufkommen betroffen, viele Eltern suchen verzweifelt nach einer Parkmöglichkeit.

Um Abhilfe für die Anwohner, die Lärm und Gestank durch Abgase beklagen, und auch für die Eltern zu schaffen, die ihre Kinder abholen wollen, sollen sehr bald schon vor Ort beiderseitig „Kurzzeitparkzonen“ eingerichtet werden.

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