VR Festival

Places Gelsenkirchen: So bietet VR den Blick in die Zukunft

Lesedauer: 4 Minuten
Sabrina Chmielewski im ehemaligen Kauver Supermarkt an der Bochumer Straße in Gelsenkirchen-Ückendorf. Der Raum wird beim Festival in eine Kunsthalle verwandelt, so die Places-Mitorganisatorin.

Sabrina Chmielewski im ehemaligen Kauver Supermarkt an der Bochumer Straße in Gelsenkirchen-Ückendorf. Der Raum wird beim Festival in eine Kunsthalle verwandelt, so die Places-Mitorganisatorin.

Foto: Oliver Müller / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Ückendorf.  Startups, Gamer und Fachszene vereint das VR Festival Places in Gelsenkirchen. Es zeigt, wie virtuelle Welten künftig den Alltag prägen werden.

Eintauchen in virtuelle Welten: Das ist bereits zum dritten Mal in Gelsenkirchen-Ückendorf möglich. Die Veranstalter von „Places“, des größten Virtual Reality Festivals Deutschlands, laden vom Donnerstag bis Samstag, 16. bis 19. September, zu neuen und innovativen Anwendungenentlang der Bochumer Straße ein. An den drei Veranstaltungstagen gewährt die Nutzung einer VR-Brille den Besuchern neue Sichtweisen auf Wissenschaft, Technik, Bildung, Kunst, Stadtentwicklung und Entertainment.

Festival in Gelsenkirchen richtet sich auch an Fachpublikum

Informieren, Entdecken und Ausprobieren ist an den 18 Stationen in verschiedenen Locations erwünscht. Abgerundet wird das Event durch Vorträge, Diskussionsrunden, einen Workshop, einen Ideen-Wettbewerb und eine 24-Stunden-Challenge. Los geht es bereits am Donnerstag, 16. September. Als Auftaktveranstaltung findet ab 18.45 Uhr ein Startup-Pitch hauptsächlich vor Fachpublikum statt. Jungunternehmer aus der europäischen Virtual Reality Szene stellen ihre Entwicklungen vor. Am Ende wird ein Sieger gekürt. Wer mag, kann das Event online live per Stream auf Facebook oder auf der Places-Webseite verfolgen.

Der ehemalige Kauver-Supermarkt wird in eine Kunsthalle umgestaltet

Den bunten Mix aus Virtual Reality (computergenerierte Wirklichkeit) und Argumented Reality (computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung) selbst zu erleben, ist dann am 17. und 18. September, möglich. Eingeladen sind Besucher am Freitag zwischen 15 und 20 Uhr und am Samstag zwischen 10 und 18 Uhr. Beim Blick durch die VR-Brille wird beispielsweise vorgestellt, wie sich technische oder medizinische Berufszweige vereinfachen lassen. Der ehemalige Kauver-Supermarkt an der Bochumer Straße 156 ist hingegen in eine Kunsthalle umgestaltet. „Besucher erfahren hier unter anderem, wie sich Kunstexponate mit dem Smartphone optisch erweitern lassen“, informiert Festival-Mitarbeiterin und Kommunikationsdesignerin Sabrina Chmielewski.

Wie eine grünbepflanzte Bochumer Straße aussehen könnte, kann virtuell per App mit dem Smartphone nachempfunden werden. Auch die Kombination sichtbarer und haptischer Anwendungen ist laut Chmielewski ein Trend im Bereich VR und vor Ort erlebbar. Durch Ultraschall und Infrarot lässt sich Sichtbares fühlen. An Gaming-Fans wurde ebenfalls auf dem Festival-Gelände gedacht. Neben Unterhaltung steht beim „Places“ Forschung und Wissenschaft im Fokus. Beim Award des Deutschen Instituts für virtuelle Realitäten (DIVR) präsentieren 20 Hochschulteams aus ganz Deutschland ihre neuesten Forschungsergebnisse. Das DIVR vergibt in Kooperation mit dem „Places“-Festival jährlich einen Science-Award in drei Kategorien.

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Vorträge und Diskussionen über neueste Trends und Technologien

Am Freitag ab 15 Uhr und Samstag ab 10 Uhr präsentieren die Nominierten in der Tiefgarage des Wissenschaftsparks ihre Ideen. Die Preisverleihung wird am Samstag ab 18.30 Uhr statt per Stream an einzelnen Locations auf dem Gelände übertragen. Vorträge und Diskussionen über neueste Trends und Technologien runden das Event über die beiden Tage verteilt ab. Kreative verschiedener Bereiche sind zudem beim Hackathon gefordert. In nur 24 Stunden geht es in einem interdisziplinären Team darum, eine Aufgabenstellung im Bereich VR und IT-Sicherheit gemeinsam zu lösen.

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Ein Infopunkt am Stadtteilbüro an der Bochumer Straße 109 hilft den Festival-Besuchern, sich vor Ort zurechtzufinden. Catering-Angebote bestehen im Hinterhof des Kiezschuppens (Hausnummer 138) und schräg gegenüber in der Trinkhalle am Flöz. Den Veranstaltern geht es bei dem Festival nicht nur darum, ein Unterhaltungsangebot zu bieten. Roman Milenski aus dem Organisationsteam erklärt: „Ziel ist es, durch virtuelle Realitäten zu zeigen, was am Standort aus städtebaulicher, sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht möglich ist. Auch ist es der Versuch einer Nachhaltigkeitsstrategie, dass Gelsenkirchen-Ückendorf zum VR-Standort wird. Einige Unternehmen aus dem Bereich IT und VR haben sich hier bereits angesiedelt. Wir hoffen, dass sich das noch steigert.“

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