Tradition

Osterfeuer „Bismarck in Flammen“ wieder äußerst beliebt

„Bismarck in Flammen“: Das Osterfeuer am blauweißen Partywaggon zog auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen an.

„Bismarck in Flammen“: Das Osterfeuer am blauweißen Partywaggon zog auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Menschen an.

Foto: Heinrich Jung

Gelsenkirchen-Bismarck.   Hunderte strömten am Samstag zum blau-weißen Partywaggon nach Gelsenkirchen. Sie bestaunten das Osterfeuer oder lagen sich verliebt in den Armen.

„Vorsichtig rangieren“ steht auf einem alten, rostig-gelben Waggon der Deutschen Bahn, aber auf dem Bahnbetriebswerk Gelsenkirchen-Bismarck fahren schon seit über 30 Jahren keine Dampfloks mehr. „Vorsicht“ war am Karsamstag nur beim Jonglieren von großen Eis- und Pommes-Portionen durch die Menge geboten.

„Bismarck in Flammen“, das traditionelle Osterfeuer zu Saisonbeginn des blau-weißen Partywaggon hatte einige Hundert Besucher auf das ehemalige Industriegelände gezogen. Seit der Schalke-04-Fan-Club vor zwölf Jahren zwei alte Eisenbahnwagen als Vereinsheim gekauft hat und regelmäßig einlädt, finden die Veranstaltungen wachsenden Zulauf – besonders seit 2013 das Osterfeuer. „Das liegt auch an den beiden Rockbands, die zum wiederholten Male hier auftreten und viele Fans mitbringen“, sagte Frank Ukowski. „2Councils“ und „Timeless Rock“ sollten den Abend einheizen.

Hunderte Besucher bestaunten die Flammen

Doch zum Start der musikalischen Beiträge sang um Punkt 18.04 Uhr der Bergmann im Ruhestand Rudy Cash das „Steigerlied“, die Verbundenheit zur eigenen Geschichte stand hoch im Kurs. Bei „Auf Kohle geboren“ sangen viele mit, die grasbewachsenen Gleise und der imposante Ringlokschuppen bescherten eine perfekte Kulisse. Sommerliche 24 Grad taten das für den neu angelegten Sandstrand mit Liegestühlen.

„Midnight Passion“ eröffnete die Rockbeiträge. „2Councils“ begeisterte mit einer Mischung aus Neil Young und Irish Folk. Aber irgendwie wartete jeder sehnsüchtig auf den Sonnenuntergang und den Beginn des Osterfeuers, das nach halb neun begann in den Gelsenkirchener Nachthimmel zu lodern. Hunderte bestaunten die Flammen oder lagen sich verliebt in den Armen, bevor die Rock-Musik erneut startete.

Die familiäre, wohlige Atmosphäre konnte auch nicht von den Hiobsbotschaften aus der Veltins-Arena getrübt werden. „Wir sind Fußball-Fans, aber so einen schönen Tag mit Live-Musik und netten Leuten kann nichts verderben“, resümierte Ukowski zufrieden die Veranstaltung.

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