Sicherheit

Neue Rettungspunkte auf dem Gelsenkirchener Hauptfriedhof

Pascal Sehr von Gelsendienste, Ansgar Stening von der Feuerwehr und Andreas Mäsing, Geschäftsführer der FGG Friedhofsgärtner Gelsenkirchen, (v.l.) präsentieren ein neues Standortschild auf dem Hauptfriedhof.

Pascal Sehr von Gelsendienste, Ansgar Stening von der Feuerwehr und Andreas Mäsing, Geschäftsführer der FGG Friedhofsgärtner Gelsenkirchen, (v.l.) präsentieren ein neues Standortschild auf dem Hauptfriedhof.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Buer.  Der Hauptfriedhof Gelsenkirchen ist riesig. Damit Rettungskräfte schnell den richtigen Ort finden, gibt es jetzt Rettungspunkte mit Nummern.

Wer in eine Notfallsituation gerät, der wählt die 112. So weit, so einfach. Doch wenn sich der Anrufer auf einer 42 Hektar großen Grünfläche befindet und seinen Standort nicht genau lokalisieren kann, dann geht unter Umständen wichtige Zeit verloren. Gelsendienste hat in Kooperation mit der Feuerwehr nun auf dem Hauptfriedhof Abhilfe geschaffen: Sie haben zehn mit Nummern versehene Rettungspunkte errichtet. Angeregt haben das Malte Suttmeyer, Geschäftsführer der Friedhofsgärtnerei Suttmeyer, und Andreas Mäsing, Geschäftsführer der Genossenschaft der Friedhofsgärtner Gelsenkirchen. Wenn man auf dem Hauptfriedhof einen Notruf absetzt, kann man der Feuerwehr jetzt also seinen genauen Standort mitteilen.

Wie schwierig eine präzise Standortbestimmung sein kann, erlebt die Feuerwehr tagtäglich: Bei Notfällen auf der Autobahn, in Parks, auf der Halde – oder eben auf dem Friedhof. „Es kommt vor, dass jemand anruft und sagt: Ich stehe am Grab meiner Mutter. Das sagt uns natürlich nichts“, erzählt Ansgar Stening, Abteilungsleiter des Bereiches Einsatzplanung und Bevölkerungsschutz. Markus Holzapfel, Leiter des Teams Einsatzplanung und Gefahrenabwehr, ergänzt: „Häufig erleben wir, dass Angehörige zur nächsten Straße laufen und uns dann alarmieren. Im Rettungsdienst zählt aber jede Sekunde.“

System soll auf weitere Standorte in Gelsenkirchen ausgeweitet werden

Und: Selbst wenn ein Betroffener zuvor mit dem Smartphone seinen genauen Standort ermitteln und schicken konnte, wussten die Einsatzkräfte noch nicht, welchen Friedhofseingang sie nehmen mussten. Für die einzelnen Rettungspunkte ist deshalb nun jeweils ein kompletter Rettungsplan entwickelt worden. „Bei uns hat man mit der Idee offene Türen eingerannt“, sagt Stening. Wenn irgendwo eine Stadt eine Optimierung der Rettungskette möglich sei, dann nehme man die Anregung dankbar an.

Die Gestaltung der Schilder orientiert sich am Layout des Ruhr-Standort-Informations-Systems (RuSIS), das für die Standortbestimmung entlang des Flusslaufes der Ruhr entwickelt wurde. Seit der Einführung 2008 sind auch in weiteren Bereichen Rettungspunkte eingerichtet worden, unter anderem entlang des Radweges Erzbahntrasse. „Für die Zukunft ist es denkbar, das System auf weitere städtische Friedhöfe oder unsere Parks und Waldflächen auszuweiten“, sagt Sabine Otthöfer, Abteilungsleiterin Stadtbildpflege bei Gelsendienste.

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