Konzert

Neue Philharmonie sorgte für einen „Haydn-Spaß“

Im kleinen Haus des Musiktheaters Gelsenkirchen spielte die Neue Philharmonie Westfalen unter Leitung von Johannes Braun das Konzert „Ein Haydnspaß“ für junge Zuhörer.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Im kleinen Haus des Musiktheaters Gelsenkirchen spielte die Neue Philharmonie Westfalen unter Leitung von Johannes Braun das Konzert „Ein Haydnspaß“ für junge Zuhörer. Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   Dass Haydn nicht nur Klassiker komponiert hat, sondern auch ein musikalischer Spaßvogel war, das lernten Besucher der Kinderkonzerte am Mittwoch.

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Dass „Papa“ Haydn nicht nur barocke Klassiker komponiert hat, sondern auch ein echter musikalischer Spaßvogel war, das nahmen am gestrigen Mittwoch die jungen Besucher der beiden Kinderkonzerte der Neuen Philharmonie Westfalen auf jeden Fall mit nach Hause. Bei den Sparkassenkonzerten im Kleinen Haus des Musiktheaters im Revier sorgten die Musikerinnen und Musiker mühelos für einen klingenden „Haydn-Spaß“.

Paukenschlag als Weckruf

Zur guten Laune servierte das Orchester jede Menge Informationen. Dass das Komponisten-Porträt Joseph Haydns nicht staubtrocken geriet, dafür sorgte das Werk des Notensetzers selbst, aber auch der Hornist und Jugenddramaturg Roland Vesper. Er moderierte die Konzerte, ließ Beispiele erklingen, band ab und zu die Kinder mit ein. So blieben die Mädchen und Jungen, ein Teil davon durfte sogar auf der Bühne Platz nehmen, konzentriert bei der Sache.

Viele Kinder aus der aktuellen Partnerschule

Das zweite Konzert besuchten vor allem Kinder der Pfefferackerschule aus Buer, der aktuellen Partnerschule. Die Füße der meisten Zuhörer reichten nicht einmal bis auf den Boden, wippten stattdessen zum Takt der Töne in der Luft. Die Neue Philharmonie hatte das Komponisten-Porträt für Kinder der Klassen eins bis vier konzipiert. In „Ein Haydn-Spaß“ stellte Roland Vesper Joseph Haydn nicht nur als berühmten Komponisten vor, sondern auch als genialen Erfinder und Scherzkeks.

So malte Haydn in seiner Schöpfungssinfonie Naturphänomene mit Noten. Vesper demonstrierte mit Hörbeispielen, wie der Komponist den Sturm brausen, die Regentropfen prasseln, Pferde galoppieren oder Würmer über den Boden kriechen ließ. Da blieb so mancher Mund staunend offen stehen.

Dirigent Johannes Braun leitete das Orchester

Alles hörte derweil auf sein Kommando: Dirigent Johannes Braun leitete das Orchester – und auch mal die Zuhörer. Einen Tanz durften die Kinder mit den Füßen stampfend und auf die Schenkel klatschend rhythmisch begleiten. Ein weiterer Scherz des Komponisten funktionierte damals ebenso wie heute: In dem Moment, als alle Instrumente in den zartesten Tönen flüstern, da haut der Schlagzeuger kräftig auf die Pauke. Die jungen Zuhörer zuckten auch gestern zusammen. Die „Paukensinfonie“ werden sie so schnell nicht wieder vergessen.

Und vielleicht werden sie sich auch daran erinnern, dass es Haydn war, der die Melodie der deutschen Nationalhymne (entstanden als Kaiserhymne zu „Gott erhalte Franz, den Kaiser“) geschrieben hat. Viele Kinder sangen übrigens spontan den Text mit.

Zur „Abschiedssinfonie“ verließen dann nach und nach die Musiker die Bühne, mischten sich unters Publikum und spielten von da aus weiter.

> Info: Kinderkonzerte in der nächsten Saison

Sparkassenkonzerte erklingen auch in der nächsten Spielzeit. Das erste findet am Montag, 26. November, um 10 Uhr im Großen Haus statt. Auf dem Programm steht Antonio Vivaldi.

Das zweite gibt es am 10. Mai, wenn die Neue Philharmonie Westfalen „Das Märchen vom Feuervogel“ von Igor Strawinsky“ erzählt. Info: Kartenstelle Musiktheater, 0209 4097-200.

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