Gastronomie

Neue Chefs für die Rosi in Gelsenkirchen

Der Gastronom Cem Özdemir (2.v.l.), der seit vier Jahren das Szenelokal Rosi in der Weberstraße in Gelsenkirchen betreibt und seine Nachfolger Erwin Wilms (34, li.), Evelyn Eone (33) und Jacques Eone (39).

Foto: Martin Möller

Der Gastronom Cem Özdemir (2.v.l.), der seit vier Jahren das Szenelokal Rosi in der Weberstraße in Gelsenkirchen betreibt und seine Nachfolger Erwin Wilms (34, li.), Evelyn Eone (33) und Jacques Eone (39). Foto: Martin Möller

Gelsenkirchen.   Das Szenelokal an der Weberstraße wechselt seine Leitung. Am 30. April wird die symbolische Schlüsselübergabe mit einer Party gefeiert.

Die Rosi bekommt ein neues Gesicht. Um ehrlich zu sein: Es sind sogar drei neue Gesichter. Rosi ist allerdings keine Frau, sondern das Szenelokal an der Weberstraße 18. Dessen Leitung wechselt jetzt. Cem Özdemir verabschiedet sich, Erwin Wilms (34), seine Schwester Evelyn Eone (33) und ihr Mann Jacques Eone (39) übernehmen den gemütlichen Gastronomiebetrieb, der regelmäßig Gäste verschiedener Generationen und Kulturen anzieht.

„Die Rosi ist bereits ein Ort, wo sich viele Menschen treffen und wohlfühlen. Wir wollen das alles so beibehalten, wie es aufgebaut wurde, bis auf ein paar kleine Änderungen. Auch die Mitarbeiter Paetzy und Philipp bleiben“, sagt Erwin Wilms, der das Lokal selbst seit längerer Zeit als Stammgast besucht.

Die neuen Chefs wollen mehr Tage in der Woche öffnen, bisher gibt’s mittwochs bis samstags Getränke in der Rosi. Zudem soll ein neuer Mitarbeiter eingestellt werden, außerdem wollen sie das Biersortiment behutsam umstellen und kleine Limonadenflaschen gegen größere ersetzen.

Konzerte und Lesungen

Bekannt ist die Rosi den Gelsenkirchenern als abendliche Freizeitstätte mit einem ausgefallenen Getränkeangebot und bunt zusammengewürfelten Möbeln. Aber auch Leute aus anderen Städten kommen oft vorbei, um hier ihr Feierabendbier zu trinken oder um sich in die verschiedensten Gespräche einzuklinken. Konzerte, Lesungen und Veranstaltungen für wohltätige Zwecke wurden in den vergangenen vier Jahren seit der Eröffnung durchgeführt.

Für Cem Özdemir geht’s nach Wilhelmshaven

„Die schönsten Momente für mich waren auf jeden Fall die regelmäßigen Jazz-Abende mit internationalen, renommierten Musikern. Aber auch an die Geburtstagsfeiern und die Gäste habe ich positive Erinnerungen“, sagt Cem Özdemir, der sich dazu entschieden hat, von Gelsenkirchen nach Wilhelmshaven zu ziehen. „Persönliche und gesellschaftliche, aber keine wirtschaftlichen Gründe“, führt der 46-Jährige für seine Entscheidung an.

Nun wird der gebürtige Türke, der 43 Jahre in Gelsenkirchen lebte, seine Heimat verlassen. Aber er blickt positiv in die Zukunft: „Vermissen werde ich nichts, behalten werde ich aber schöne Erinnerungen. Die Rosi war eine Herzensangelegenheit seit dem ersten Tag.“ Er sei bereits auf der Suche nach einer „Rosamunde“ in Wilhelmshaven. „Dort werde ich, wie in Gelsenkirchen, bei Null anfangen und mich hocharbeiten.“

Von 2008 bis 2011 war der Gelsenkirchener Cem Özdemir Inhaber der Rosamundein der Franz-Bielefeld-Straße. Seit 2013 führt er die Rosi in der Altstadt.

Seine Nachfolger finden, dass das Lokal den Charme eines WG-Wohnzimmers hat. „Uns war es wichtig, dass dieser Ort weiter bestehen bleibt. Viele Gelsenkirchener würden diesen Ort vermissen“, sind sie sich einig. Auch sie hätten die Rosi vermisst. Daher hätten sie sich Ende des vergangenen Jahres dazu entschieden, den Laden weiterzuführen, sagt Evelyn Eone.

Übergabeparty

Für alle Rosi-Fans wird es eine Feier geben, in der das Lokal symbolisch übergeben wird. Diese Übergabeparty steigt am Sonntag, 30. April. Los geht’s um 17 Uhr. Live-Musik gibt es zunächst von der Band Basmati. Ausklingen wird der Abend mit elektronischer Musik von DJ Krischan Wesenberg. Außerdem zeigt der Künstler Wolfgang Waßmann vor der Rosi eine Feuershow. Auch am Abend seiner letzten Veranstaltung gilt der beliebte Satz des Gastronoms Cem Özdemir: „Eintritt frei, aber nicht umsonst.“

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