Wirtschaft & Stadtentwicklung

Nach der Expo Real: Viele Kontakte zu Investoren geknüpft

Dicht von Besuchern umringt war der Stand der Stadt Gelsenkirchen ständig während der dreitägigen Immobilienmesse Expo Real in München.

Dicht von Besuchern umringt war der Stand der Stadt Gelsenkirchen ständig während der dreitägigen Immobilienmesse Expo Real in München.

Foto: Thomas Jablonski / Stadt Gelsenkirchen

München.  Dutzende Gespräche mit Investoren und Projektentwicklern führte die Gelsenkirchener Delegation bei der Immobilienmesse Expo Real in München.

Vollauf zufrieden mit ihrem Auftritt und der Zahl ihrer Kontaktaufnahmen zeigte sich die achtköpfige Delegation der Stadt Gelsenkirchen kurz vor der Rückreise aus München, wo am Mittwoch Europas größte Immobilienmesse Expo Real zu Ende gegangen ist. „Wir haben in den drei Tagen Dutzende guter Gespräche mit Investoren und Projektentwicklern geführt. Mit zweien gibt es sogar bereits feste Verabredungen zu konkreten Nutzungsabsichten von Flächen in unserer Stadt“, freute sich Rainer Schiffkowski, Referatsleiter der hiesigen Wirtschaftsförderung, im Gespräch mit der WAZ.

Die Stadt Gelsenkirchen war erneut Teil des Standes der Metropole Ruhr. Diesmal waren vier lokale Standpartner mit vor Ort vertreten. Dies waren: die Sparkasse Gelsenkirchen, die in 2019 bekanntlich ihr 150-jähriges Bestehen feiert, sowie die in Buer ansässige Unternehmen Münstermann Immobilien, das IT-Unternehmen GiT Software & Service GmbH und der Flächenvermarkter St. Gobain.

Auch Privateigentümer von Potenzialflächen waren bei der Epo Real vor Ort

Die Stadt hat in München diesmal ihr Business-Areal „Arena Park“ mit all seinen digitalen Vorzügen angepriesen (wir berichteten). Laut Schiffkowski ging es aber auch um eine künftige Nutzung von rund 40 Hektar so genannter Potenzialflächen. Diese seien derzeit noch in Besitz von Privateigentümern, so der Wirtschaftsförderer. Diese seien aber ebenfalls bei der Expo Real am Gelsenkirchener Stand zugegen gewesen und hätten mit interessierten Projektentwicklern über eine mögliche Vermarktung dieser Areale verhandelt.

In besagtem „Arena Park“, der sich rund um die Arena „Auf Schalke“ erstreckt, seien laut Schiffkowski ebenfalls noch vier Baufelder frei. Diese bieten zwischen 4000 und 18.000 Quadratmeter Fläche. Wer sich dort ansiedeln will, sollte aber aus einem der Bereiche Gesundheit, Forschung, Spitzensport oder Event kommen, damit der Neue auch zum bestehenden Branchenmix in diesem Vorzeigeprojekt passt.

2000 Stofftier-Erdmännchen und Zoom-Freikarten verteilt

Auf einer Messe wie der Expo Real zählt vor allem eines: die Aufmerksamkeit von Investoren und Unternehmern zu erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, wählten die Gelsenkirchener Wirtschaftsförderer eine besonders flauschige Variante: Sie verteilten 2000 Stofftier-Erdmännchen – alle ausgestattet mit der Botschaft „Ich bin ein ganz weicher Standortfaktor aus Gelsenkirchen.“ Dazu gab es noch eine Freikarte für die Zoom Erlebniswelt, wo besagte Erdmännchen auch als lebendige Exemplare anzutreffen sind. „Unsere Stofftiere waren der heimliche Liebling der Messe“, freute sich auch Thomas Jablonski, Abteilungsleiter bei der Wirtschaftsförderung.

Wichtig war es Referatsleiter Schiffkowski zu erwähnen, dass die zahlreichen Gespräche bei der Expo Real auch zu mehreren Folgeterminen in Gelsenkirchen geführt hätten. Interessierte Investoren wollen sich von einigen Projekten ein eigenes Bild vor Ort machen. „Das alles kann nur zu einer positiven Wirtschaftsentwicklung in unserer Stadt beitragen“, so Schiffkowski.

Die Expo Real verzeichnete auch in diesem Jahr wieder Rekordwerte: 2190 Aussteller aus 45 Ländern warben in der Münchner Messe für ihren jeweiligen Standort. Mehr als 46.700 Teilnehmer aus 76 Ländern schauten sich das Angebot vor Ort an – ein Plus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Die Expo Real war 2019 größer und internationaler denn je“, berichtete Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. „Die starke Beteiligung spiegelt eine positive Erwartung der Immobilienwirtschaft für dieses Jahr wider.“

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