Schule

Mutter will 13-jährigen Sohn nicht zur Hauptschule schicken

Die Lessing-Realschule

Die Lessing-Realschule

Foto: Martin Möller

Buer.   Eine Mutter aus Buer will ihren Sohn (13), der die Realschule verlassen muss, an keiner Hauptschule anmelden. Aber die Gesamtschulen sind voll.

Schulformwechsel wegen unzureichender Leistungen an der Lessing-Realschule: Diese schlechte Nachricht kennt Sarah Nophut aus Buer schon vor der Zeugnisausgabe. Ihren Sohn (13) auf einer Hauptschule unterbringen mag sie aber nicht, aus Sorge, er könne dann schlechtere Berufschancen haben. „Am liebsten wäre uns eine Gesamtschule im Stadtnorden oder die Sekundarschule Hassel. Doch keine hat noch Kapazitäten. Es kann doch nicht sein, dass wir deswegen gezwungen sind, ihn zur Hauptschule zu schicken...“, ärgert sie sich.

Die Stadt als Schulträger sieht die Sache anders. „Zwar gilt das Prinzip der freien Schulwahl, aber nur dann, wenn die Schulen genügend freie Plätze haben“, so Stadtsprecher Oliver Schäfer auf WAZ-Anfrage. Zuständig für die Aufnahme seien jeweils die Schulen, bei denen die Eltern anfragen müssten. Schulformwechsler der Realschulen seien bei einem Gespräch der Hauptschulleiter auf die Hauptschulen Schwalben-, Emma- und Grillostraße verteilt worden. „Die Eltern werden darüber von den abgebenden Realschulen informiert“, so Stadtsprecher Martin Schulmann. Falls Eltern nicht einverstanden seien, bleibe ihnen nur noch, eine auswärtige Schule anzufragen oder sich beim Schulamt in Münster zu beschweren.

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