Musical

Musicaltenor Mathias Schiemann startete Karriere in Buer

Mathias Schiemann kommt aus Buer und ist deutschlandweit als Musicaltenor unterwegs. Ab dem 12. April ist er in Duisburg im Musical „Jesus Christ Superstar“ live zu erleben.

Mathias Schiemann kommt aus Buer und ist deutschlandweit als Musicaltenor unterwegs. Ab dem 12. April ist er in Duisburg im Musical „Jesus Christ Superstar“ live zu erleben.

Foto: M. Schiemann

Gelsenkirchen/Duisburg.   Ab Mitte April steht der gebürtige Gelsenkirchener Mathias Schiemann in Duisburg auf der Musicalbühne. Als Ankläger bei „Jesus Christ Superstar“.

Das Duisburger Theater am Marientor präsentiert von 12. bis 22. April 2019 „Jesus Christ Superstar – The Rockmusical in Concert“, mit den Gesangstexten von Tim Rice und der Musik von Andrew Andrew Lloyd Webber als erste Eigenproduktion. Dabei wird auch ein Tenor aus Gelsenkirchen auf der Bühne stehen: Mathias Schiemann schlüpft in die Rolle des Anklägers „Annas“, der Pontius Pilatus dazu drängt, Jesus zu kreuzigen. Eine Ostergeschichte der etwas anderen Art.

„Ich finde, es ist eine große Herausforderung, in Musicals den ‘Bösen’ zu spielen. Die Guten haben ja meistens die Sympathien des Publikums auf ihrer Seite und bekommen automatisch Applaus. Als Bösewicht muss man sich den erst verdienen“, erzählt Schiemann, der in Buer geboren wurde und 1987 am Leibnitz-Gymnasium sein Abitur machte.

Die ersten Bühnenschritte in Buer-Beckhausen

Auch seine ersten Schritte auf der Bühne machte er im Norden der Stadt. „Als Siebenjähriger habe ich in der Knabensingschule der Liebfrauengemeinde in Buer-Beckhausen gemerkt, wie gut mir das Singen gefällt“, erzählt Sänger, der alle Kirchenchorstufen in Beckhausen durchlief und schließlich beim Städtischen Musikverein Gelsenkirchen anheuerte. Der damalige Chorleiter Julius Asbeck erkannte schnell sein Ausnahmetalent und förderte ihn entsprechend. „Damals wäre ich gerne auf ein Musik-Konservatorium gegangen, aber ein Gesangsstudium konnten meine Eltern nicht finanzieren, schließlich hatte ich noch drei Geschwister und mein Vater war berufsunfähig, da war das Geld knapp“, blickt Mathias Schiemann heute zurück.

Stolz auf den Karrierestart am Musiktheater

So bildete er sich mit Workshops in Tanz, Schauspiel und Improvisation fort – und begann seine Karriere als Musicaltenor 1994 als Pfarrer in der „Rocky Horror Show“ quasi als Quereinsteiger am Musiktheater Gelsenkirchen. „Das war eine unglaublich schöne Zeit – und ich bin bis heute stolz darauf, dass meine Karriere auf der Gelsenkirchener Bühne begann“, betont er. Es folgten Engagements im Jungen Theater Essen, am Theater Dortmund, am Kaiserhoftheater Köln und am Colosseum Essen, wo er unter anderem ein Jahr im Musical „Joseph“ für Lokalkolorit sorgte.

Rückkehr für „Ein Käfig voller Narren“

Ende 2008 ging Mathias Schiemann für „La Cage aux Folles“ als „Mercedes“ in die Heimat ans Musiktheater Gelsenkirchen zurück, gastierte im Sommer mit „Cabaret“ in Bozen und drehte seit 2009 für mehrere Fernsehformate. Der Musical-Bühne ist er jedoch immer treu geblieben. „Ich freue mich auf die – zunächst 11 – Spieltermine mit ‘Jesus Christ Superstar’ in Duisburg. Auch, weil das ein tolles Stück ist – und bis heute gesellschaftliche Relevanz hat“, sagt der Tenor.

>>Info: Alle Info zu Mathias Schiemanns aktuellem Engagement bei „Jesus Christ Superstar“ auf theater-am-marientor.de/programm

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