Ausbildungsvergütung

Mehr Geld für 120 Gelsenkirchener Bäcker-Auszubildende

Rund 120 Auszubildende hat das Gelsenkirchener Bäckerhandwerk. Die Azubis bekommen nun eine höhere Ausbildungsvergütung.

Rund 120 Auszubildende hat das Gelsenkirchener Bäckerhandwerk. Die Azubis bekommen nun eine höhere Ausbildungsvergütung.

Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  120 Gelsenkirchener Bäcker-Azubis bekommen mehr Geld – bis zu 650 Euro nachträglich. Auch ihre Ausbildungsvergütung wird laut NGG angehoben.

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Ein Großteil der 120 Gelsenkirchener Bäcker-Azubis bekommt einen ordentlichen Lohnzuschlag: Rückwirkend ab September 2018 sind die Ausbildungsvergütungen in der Branche gestiegen. Damit können Azubis, die bislang nicht nach Tarifvertrag bezahlt wurden, bis zu 650 Euro nachträglich bekommen. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG hin.

Teil der Ansprüche verfällt Ende Juli

Doch angehende Bäcker und Fachverkäufer müssen sich laut NGG beeilen: Ein Großteil der Ansprüche kann bereits Ende Juli verfallen. Der Hintergrund: Das Bundesarbeitsministerium hat die Ausbildungsvergütungen im Bäckerhandwerk im Nachhinein für allgemeinverbindlich erklärt. „Damit hat jeder Auszubildende einen festen Anspruch auf die tarifliche Bezahlung – auch wenn sein Betrieb nicht tarifgebunden ist. Die Differenz muss der Chef dann für die letzten zehn Monate rückwirkend zahlen. Bei einem angehenden Bäcker im ersten Ausbildungsjahr kann das bis zu 65 Euro pro Monat ausmachen“, erklärt Adnan Kandemir von der NGG Ruhrgebiet.

Azubi-Vergütung steigt erneut ab September

Seit September liegen die Ausbildungsvergütungen im Bäckerhandwerk bei 565 Euro pro Monat im ersten, 670 Euro im zweiten und 800 Euro im dritten Jahr. Zum 1. September 2019 steigen die Azubi-Vergütungen erneut – auf dann 615, 700 und 820 Euro.

Eine Nachzahlung wird laut NGG fällig, wenn in den letzten zehn Monaten weniger gezahlt wurde. „Wer leer ausgegangen ist, sollte sich unbedingt an die Gewerkschaft wenden. Für Mitglieder kann die NGG das fehlende Geld einfordern – notfalls vor Gericht“, so Kandemir.

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