Übergriff

Unbekannter greift 13-Jährige an und verabreicht ihr Spritze

Welche Substanz die Spritze enthielt, ist noch unklar. Die Polizei Gelsenkirchen fahndet nach dem Täter - und nach weiteren Opfern.

Welche Substanz die Spritze enthielt, ist noch unklar. Die Polizei Gelsenkirchen fahndet nach dem Täter - und nach weiteren Opfern.

Foto: Ralf Hirschberger / dpa (Archiv)

Gelsenkirchen.  Ein Unbekannter hat in Gelsenkirchen ein Mädchen attackiert und ihr eine Spritze gegeben. Es war womöglich nicht der erste Übergriff dieser Art.

Mit einer Spritze hat ein bislang Unbekannter am Donnerstagmorgen, 14. November, eine 13-Jährige auf der Munscheidstraße und der Virchowstraße in Gelsenkirchen-Ückendorf angegriffen und schwer verletzt. Die Schülerin aus Gelsenkirchen wurde gegen 9 Uhr auf der Munscheidstraße in Höhe des Wissenschaftsparks von dem Täter angesprochen. Der Mann bedrohte das Mädchen zunächst mit einem Taschenmesser. Er forderte sein Opfer auf, ihm zu einem Parkplatz an der Virchowstraße zu folgen.

Bei einer Pressekonferenz äußerte sich die Polizei Gelsenkirchen am Freitagvormittag zu dem Fall. Es seien bereits einige Hinweise eingegangen, sagte ein Sprecher. Nach der Spritzen-Attacke sucht die Polizei mögliche weitere Opfer.

Angriff mit Spritze in Gelsenkirchen: Polizei sucht Zeugen

  • Der Gesuchte ist 1,80 Meter bis 1,85 Meter groß,
  • 30 bis 40 Jahre alt, schlank,
  • und sprach akzentfrei Deutsch.
  • Er hat große dunkle Augen mit dicken buschigen Augenbrauen.
  • Bekleidet war der Unbekannte mit einer schwarzen Marco-Polo-Winterjacke, mit Fellkapuze, einem schwarzen T-Shirt und Sweatshirt,
  • einer schwarzen Jeans, einem schwarz-weiß karierten Schal und schwarzen Fila-Turnschuhen.
  • Zudem trug er weiße Handschuhe und hatte eine schwarze Bauchtasche dabei.

Vor der Flucht sagte der Täter: „Nummer 6“

An dem Parkplatz an der Virchowstraße holte der Unbekannte nach Angaben der Polizei eine Spritze hervor und verabreichte der 13-Jährigen eine unbekannte Substanz. Bevor der Angreifer die Flucht in Richtung Wissenschaftspark antrat, sagte er noch „Nummer 6“.

Nach der Tat klingelte die Verletzte an der Wohnungstür eines noch unbekannten Anwohners und bat um Hilfe. Der brachte das Mädchen ins Krankenhaus. Dort wurde sie stationär aufgenommen. Dort wird sie, so Polizeisprecher Christopher Grauwinkel gegenüber der WAZ, zurzeit „umfassend untersucht“. Was die gespritzte Substanz mit dem Mädchen gemacht hat – ob es möglicherweise langfristige oder gar dauerhafte gesundheitliche Folgen gibt – konnte Grauwinkel am Donnerstag noch nicht sagen. „Das herauszufinden, ist jetzt Sache der Ärzte im Krankenhaus.“

Die Polizei kann derzeit nicht ausschließen, dass der Unbekannte noch weitere Personen auf ähnliche Art und Weise verletzt hat oder verletzten wird. Über mögliche Attacken „Nummer 1 bis 5“ habe die Polizei zurzeit aber keine Hinweise, so Christopher Grauwinkel auf WAZ-Nachfrage. Da diese nicht zwangsläufig in Gelsenkirchen stattgefunden haben müssen, stehe die Gelsenkirchener Polizei auch im Austausch mit benachbarten Behörden.

Update: Die Polizei hat am Freitagnachmittag mitgeteilt, dass sich die 13-Jährige den Angriff nur ausgedacht hat: „ Polizei Gelsenkirchen: Mädchen täuschte Spritzenattacke vor“.

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