Ausstellung

Malerei im Land der Märchen und Mythen

Heike Klinger inmitten ihrer Exponate in ihrer Galerie in Gelsenkirchen-Beckhausen.

Foto: Frank Oppitz

Heike Klinger inmitten ihrer Exponate in ihrer Galerie in Gelsenkirchen-Beckhausen. Foto: Frank Oppitz

Beckhausen.   Die Gelsenkirchener Künstlerin Heike Klinger öffnet am Sonntag, 15. Oktober, ihre surreale Ausstellung „Neues aus der Anderswelt“.

Diese Welt wirkt unwirklich und verwunschen. Voller Feen, Elfen und Trolle, voller Menschen in Tiergestalt und Bäumen, Sträuchern und Felsen, die zum Leben erwachen: Die fabelhafte Welt von Heike Klinger ist märchenhaft, fantastisch, surreal. „Neues aus der Anderswelt“ titelt die 57-jährige Künstlerin passenderweise die aktuelle Ausstellung in ihrem Atelier- und Galeriehaus in Beckhausen.

Ein bizarrer Kreativ-Kosmos

Die Besucher tauchen dann ab Sonntag, 15. Oktober, ein in einen bizarren Kreativ-Kosmos voller mystischer Rätsel und merkwürdiger Gestalten. Seit 1984 ist Heike Klinger freischaffende Künstlerin und arbeitet seit über 20 Jahren in ihrem eigenen Atelier in Beckhausen. Vier Jahre lang gönnte sie sich eine Ausstellungspause, bevor sie jetzt wieder die üppig gefüllten Räume und den großen Skulpturengarten öffnet.

Ihr Schaffen betrachtet sie als Geschichtenerzählerei: „Meine Geschichten wurzeln alle in der Natur. Ich nehme wahr und setze das in Traumbilder um.“

Jedes Bild mit einer eigenen Geschichte

So entstehen immer neue, fantastische Welten. „Jedes Bild hat seine eigene Geschichte“, erzählt die überbordend kreative Künstlerin. „Ich glaube, dass in mir ganz viel wohnt.“ Der Betrachter kann in die Malerei ein- und abtauchen und immer wieder Neues entdecken: „Bei meinen Werken muss man gucken, da muss man neugierig sein.“ Wer ein Bild auf einen Blick erfassen wolle, der sei bei ihr an der falschen Adresse.

Und zu sehen gibt es tatsächlich scheinbar unendlich viel. Bilder, Objekte, Reliefs. Großformatige Acrylbilder, mal in strahlendem Wasserblau, mal in erdfarbenem Ocker, lassen Mensch, Märchen und Natur in einanderfließen. „Wandelwasser“ titelt Heike Klinger ein Bildcollage aus vielfachen Formen des Elementes, mal als Unterwasserwelt, mal als Wasserfall, Regen oder Eis. Und irgendwo taucht auch eine Figur auf. Mutter Erde ist eines der wesentlichen Themen der Künstlerin.

Magische Stab-Skulpturen

In einer neuen Serie von magischen Stab-Skulpturen setzt sie filigran gearbeitete, winzige Tonfiguren auf zarte Messingstäbe und nennt sie „Goldener Salamander“, „Geflohenes Licht“ oder „Schöne Schultern“.

Neue Blätter in Tusche und Aquarell-Technik beeindrucken durch feine Striche und zarte Farben, die oft noch das weiße Passepartout miteinbeziehen. „Auch der Rahmen ist mir wichtig“, sagt die zierliche Künstlerin mit dem Blick fürs Besondere.

Heike Klinger, auch Mitglied im Bund Gelsenkirchener Künstler, installierte im Garten eine augenzwinkernde Hommage an die Welt des Films. Zettel mit Titeln von Lieblingsfilmen wie „Avatar“, „Das Leben des Brian“ oder Lautlos im Weltall“ wehen in den Bäumen.

Die Ausstellung ist am 15. Oktober an der Lanferbruchstraße 7 von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Geöffnet ist sie noch bis 19. November (Anmeldung unter 0209 583884).

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