Nahverkehr

Land unterstützt ÖPNV: 104,6 Millionen Euro für die Bogestra

104,6 Millionen Euro bekommt die Bogestra vom Land zum Ausbau des Straßenbahnnetzes.

104,6 Millionen Euro bekommt die Bogestra vom Land zum Ausbau des Straßenbahnnetzes.

Foto: Martin Möller / Funke Foto Services

Bochum/Gelsenkirchen.  Die Bogestra und 14 andere Verkehrsunternehmen bekommen Geld vom Land: Insgesamt gibt’s eine Milliarde Euro – für die Bogestra 104,6 Millionen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Verkehrsminister Hendrik Wüst und 15 Verkehrsunternehmen haben am Montag eine Rahmenvereinbarung zur kommunalen Schiene unterzeichnet. Darin wird eine Förderung in Höhe von 104,6 Millionen Euro für die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra) vereinbart. Das Geld gibt es für die Erneuerung der Stadt- und Straßenbahnnetze. Insgesamt stellt das Land bis 2031 eine Milliarde Euro für 15 Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

„Wir wollen einen besseren ÖPNV, der Teil digitaler vernetzter Wegeketten ist und sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert. Dafür brauchen wir ein Systemupgrade der Stadt- und Straßenbahnnetze auf den heutigen Stand der Technik. Die Kommunen bei der Mammutaufgabe zu unterstützen, ist gut angelegtes Geld. Nur so gelingt die Verkehrswende“, betonte Wüst. Die Rahmenvereinbarung sorgt für die notwendige Planungssicherheit, vor allem aus zwei Gründen: durch den garantiert langen Förderzeitraum bis 2031 und die festgeschriebenen Förderkontingente.

Wüst: „Wir lassen die Kommunen nicht alleine“

Die Landesregierung hatte durch ein Gutachten den Erneuerungsbedarf für die kommunalen Stadt- und Straßenbahnnetze ermitteln lassen. Bei der Erneuerung geht es um Anlagen, die am Ende ihrer Lebensdauer durch moderne Anlagen ausgetauscht werden. Das Gutachten beziffert den hierfür notwendigen Investitionsbedarf bis 2031 auf 2,6 Milliarden Euro. Dieser umfasst sämtliche Strecken (Gleise, Weichen, Oberleitungen) sowie Haltestellen und Brücken.

Für die Finanzierung der Stadt- und Straßenbahnnetze sind die Kommunen zuständig. „Die Landesregierung ist bereit, die Kommunen dabei zu unterstützen, weil wir einen attraktiven ÖPNV wollen. Wir lassen die Kommunen damit nicht alleine“, erklärte Wüst. Im Mai hatte das Kabinett beschlossen, das Geld aus Regionalisierungsmitteln sowie Landesmitteln für den ÖPNV zur Verfügung zu stellen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (3) Kommentar schreiben