Volkstrauertag

Land NRW gedenkt der gefallenen Soldaten in Gelsenkirchen

Die Landesregierung begeht den Volkstrauertag in diesem Jahr in Gelsenkirchen.

Die Landesregierung begeht den Volkstrauertag in diesem Jahr in Gelsenkirchen.

Gelsenkirchen.   Veranstaltung zum Volkstrauertag findet in der evangelischen Altstadtkirche statt. Schulen aus Gelsenkirchen beteiligen sich am Programm.

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Etwa 8000 Gelsenkirchener ließen ihr Leben im ersten Weltkrieg. Zwei von ihnen fielen noch am Tag des Kriegsendes. Das ist nun 100 Jahre her. Der Volkstrauertag steht in diesem Jahr deshalb im Zeichen des Krieges, der Europa so stark erschüttert hat. Zwei Sonntage vor dem ersten Advent wird bundesweit der Opfer gedacht. Die Veranstaltung des Landes findet dieses Mal am Samstag, 17. November, in Gelsenkirchen statt.

Kranzniederlegung auf dem Westfriedhof

Nach einer stillen Kranzniederlegung am Mittag auf dem Westfriedhof folgt eine Gedenkstunde in der evangelischen Altstadtkirche am Heinrich-König-Platz. Landtag, Landesregierung und Volksbund beteiligen sich daran. MdL Thomas Kutschaty (SPD) wird die öffentliche Veranstaltung im Kirchenschiff um 16 Uhr eröffnen. Landtagsvizepräsidenten Carina Gödecke wird die Gedenkrede halten und Ministerin Ina Scharrenbach verliest das Totengedenken.

Gelsenkirchener Schulen am Programm beteiligt

Zwei Gelsenkirchener Schulen sind maßgeblich am Programm beteiligt und haben sich im Unterricht intensiv mit dem ersten Weltkrieg befasst. Am Berufskolleg für Technik und Gestaltung griff Pfarrer und Religionslehrer Christian Hellmann das Thema in Form von Feldpostbriefen auf. „Die Schüler sind ungefähr so alt wie die Schreiber“, erklärt er. Fünf Briefe wollen sie am Samstag vorlesen.

An der Gesamtschule Berger Feld widmeten die Oberstufenschüler sich Gelsenkirchener Kriegsschicksalen. Sie besuchten unter anderem die Gräber Gelsenkirchener Soldaten in Belgien und Frankreich. Plakate in der Kirche dokumentieren die Recherchearbeit im Rahmen des Friedensprojekts.

Jüdische Gemeinde gedenkt Sonntag

Nach der Gedenkstunde können die Teilnehmer im Musiktheater im Revier zusammenkommen. Dort sind weitere Arbeiten von Schülern der Gesamtschule Berger Feld ausgestellt. Sie arbeiten die Thematik künstlerisch mit Bildern und Gedichten auf.

Auch die jüdische Gemeinde gedenkt der 30 gefallenen jüdischen Soldaten aus Gelsenkirchen. Am Sonntag, 18. November, wird dazu ab 13 Uhr eine Gedenkveranstaltung auf dem alten jüdischen Friedhof an der Wanner Straße/ Ecke Oskarstraße stattfinden.

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