CDU-Personalien

Kurth übernimmt: Heinberg gibt Fraktionsvorsitz der CDU auf

Wolfgang Heinberg (vorne), der bisherige CDU-Fraktionsvorsitzende, hat seine Chefrolle aufgegeben. Sascha Kurth übernimmt. Bürgermeister für eine weitere Legislaturperiode soll der CDU-Stadtverordnete Werner Wöll (l.)  werden.

Wolfgang Heinberg (vorne), der bisherige CDU-Fraktionsvorsitzende, hat seine Chefrolle aufgegeben. Sascha Kurth übernimmt. Bürgermeister für eine weitere Legislaturperiode soll der CDU-Stadtverordnete Werner Wöll (l.) werden.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Wenige Tage nach der Wahl hat die CDU-Fraktion ihren Vorstand gewählt. Neu in der Chefrolle: Der Gelsenkirchener Parteivorsitzende Sascha Kurth.

Noch vor der Stichwahl ums Oberbürgermeister-Amt hat die CDU erste personelle Weichenstellungen für den neuen Rat der Stadt Gelsenkirchen vorgenommen – und eine Schlüsselposition neu besetzt. Sascha Kurth (37), der Parteivorsitzende, wird der neue Fraktionsvorsitzende. Wolfgang Heinberg (58), seit Mai 2014 Fraktionschef, wird sich – neben seinem Ratsmandat – in der Landschaftsversammlung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und in den Gremien des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) einsetzen. „Das ist kein Platz zum Ausruhen, sondern zum Arbeiten“, sagte Heinberg.

Weichenstellung bei Gelsenkirchener CDU-Ratsfraktion

Der CDU ging es nach eigenem Bekunden um „schnelle Handlungsfähigkeit im neuen Rat der Stadt“. Auf Empfehlung des Kreisvorstandes haben die künftigen Stadtverordneten – zunächst bis zum offiziellen Beginn der Wahlperiode am 1. November geschäftsführend – einen Fraktionsvorstand gewählt. Einstimmig, wie betont wird. Neben Sascha Kurth als Fraktionsvorsitzenden wählten sie Monika Kutzborski und Markus Karl zu seinen Stellvertretern. Die bisherige Stellvertreterin Christina Totzeck ist nicht mehr im Fraktionsvorstand. Als Fraktionsgeschäftsführer wurde Julian Pfeifers gewählt.

Werner Wöll soll Bürgermeister bleiben

Werner Wöll soll für eine weitere Amtsperiode als Bürgermeister nominiert werden – auch diese Empfehlung fiel einstimmig. „Die CDU geht personell gut aufgestellt in die neue Wahlperiode. Die klaren Voten für die Kandidaten unterstreichen unsere Geschlossenheit und den eindeutigen Willen, Stadtpolitik für Gelsenkirchen zu gestalten“, betonte Kurth und richtete „besonderen Dank“ an den bisherigen Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Heinberg, „der in den vergangenen sechseinhalb Jahren inhaltlich wie auch durch eine intensive Förderung junger Parteifreundinnen und Parteifreunde am Beginn ihrer Mandatstätigkeit, auch ein Stück für mich, den Weg für einen Neuanfang und eine gute Aufstellung unserer Fraktion heute ganz entscheidend“ vorbereitet habe.

Über die Stadtgrenzen hinausreichende Netzwerk aufgebaut

„Ich bin seit über 24 Jahren im Geschäft, so Heinberg. In dieser Zeit habe er sich ein über die Stadtgrenzen hinausreichendes, überregionales Netzwerk aufgebaut, von dem die Stadt Gelsenkirchen und „natürlich auch die CDU zukünftig profitieren“ könne. „Wolfgang Heinberg ist für uns die ideale Besetzung“ in der Landschaftsversammlung und in den VRR-Gremien. Er werde „als maßgebliches Bindeglied zwischen kommunalen Entwicklungen und regionalen Chancen agieren und damit einen wichtigen Beitrag für künftige Entwicklungen unserer Stadt liefern“, glaubt Kurth. Für den Vorsitzenden ist die Fraktion „nun beim Thema Verjüngung den nächsten Schritt“ gegangen. Im neuen Rat, kündigt der Vorsitzende an, , werden die CDU eine „demokratische Gestaltungsmehrheit für die Themen suchen, die wir für wichtig halten.“

Die Frage, ob Malte Stuckmann, der OB-Kandidat für die Stichwahl und jüngst gewählte künftige Stadtverordnete, nicht auch ein Mann für den Fraktionsvorstand gewesen wäre, stellt sich für Kurth nicht: „Er gewinnt ja die OB-Wahl.“

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