Gesellschaft

Kunstpreis würdigt Engagement von Gelsenkirchener Schülerin

Wiktoria Szczurek spiegelt in ihrer Collage das Schubladen-Denken, hinten MdB Markus Töns (SPD), Künstlerin Claudia Lüke und Schulleiter Wilhelm Derichs.

Wiktoria Szczurek spiegelt in ihrer Collage das Schubladen-Denken, hinten MdB Markus Töns (SPD), Künstlerin Claudia Lüke und Schulleiter Wilhelm Derichs.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen-Schalke.  Die 16-jährige Wiktoria Szczurek hat in der Kunst-AG von Claudia Lüke am Schalker Gymnasium eine Schubladen-Collage gestaltet.

„Jugend ist immer politisch“ zeigt sich Markus Töns überzeugt. Hier zeigt sie sich mit Händen gestaltet, im praktischen Format. Das Schubladendenken hat Wiktoria Szczurek (16) in der intensiven und dabei offenen Kunst-AG von Claudia Lüke am Schalker Gymnasium an der Liboriussstraße in einen engen Wortsinn gefasst, und sich damit die Würdigung durch den Otto-Wels-Kunstpreis 2020 der SPD-Bundestagsfraktion gesichert. Sie belegte den 2. Platz in dem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb.

Was Töns, den sozialdemokratischen Abgeordneten, für seine Stadt noch einmal besonders freut, geht der Preis doch in diesem Jahr in die siebte Runde, aber erstmals nach Gelsenkirchen. Das Anliegen des Preise ist, die Erinnerungen an den Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft nicht verblassen zu lasen, und damit auch das gesellschaftliche Bewusstsein zu stärken, sich gegen Rassismus und Klischees zu wenden.

Wiktorias Umsetzung, reale Bilder und Klischees, Wahrnehmung von Menschen und Wirklichkeit zu spiegeln und in einer Collage in eine Schublade zu fassen, erfülle diese Voraussetzungen. Gleichzeitig zeige sich darin der Einsatz für die Grundlagen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, vor allem auch gegen Vorurteile und für ein friedliches Zusammensein.

„Sie zeigt, dass Rassimus das Resultat von Schubladendenken ist und es kein Mensch verdient hat, in eine solche Schublade gesteckt zu werden“, begründete die Jury. Wiktoria, die mit Claudia Lüke zur Verleihung nach Berlin eingeladen war, unterstrich: „Demokratie braucht den Blick auf die Menschen und nicht auf das Vorurteil.“

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