Ausstellung

Kunstmuseum in Buer widmet Schaufenster der Nicht-Farbe Weiß

Das „Schneewittchen“ von Günter Weseler ist eines der Objekte in der Schaufensterausstellung des Kunstmuseums Gelsenkirchen unter dem Titel „Weiß“.

Foto: Michael Korte

Das „Schneewittchen“ von Günter Weseler ist eines der Objekte in der Schaufensterausstellung des Kunstmuseums Gelsenkirchen unter dem Titel „Weiß“.

Gelsenkirchen-Buer.   Ganz in Weiß präsentiert sich in der neuen Ausstellung das Schaufenster des Kunstmuseums in Buer. Mit Bildern und Objekten in der Nicht-Farbe.

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Bei dieser Ausstellung muss der Betrachter schon genau hinsehen. Denn die aktuelle Schau, die das Kunstmuseum Gelsenkirchen derzeit in seinen Schaufenstern zeigt, kommt nicht grell und knallig daher, sondern ganz in Weiß. . . Sehr zurückhaltend, aber spannend setzt sie sich mit der Nicht-Farbe auseinander. Dass auch das nur vermeintlich schlichte Weiß viele Nuancen und Schattierungen besitzen kann, das dokumentiert beredt die Auswahl der Werke und Objekte aus der Sammlung des Hauses.

Weiße Kreidestücke auf weißer Fläche

Bis zum 2. September sind rund um die Uhr die meisten Werke auch von außen zu sehen. Das kinetische Objekt des Gelsenkirchener Künstlers Wolfgang Sternkopf zum Beispiel, das den Titel „Ich bin anders“ trägt und aus rhythmisch angeordneten, weißen Kreidestücken auf weißer Fläche besteht. Oder die Arbeit „Quagga“ von Ewerdt Hilgemann, die ebenfalls mit schmalen weißen Formen in den Raum hineinragt und mit dem Wechsel der Perspektive durch die Bewegung des Betrachters immer neue Schatten wirft. Mit dem Licht spielt auch die Wand von Gertrud M. Viegener.

Eine weitere kinetische Arbeit stammt von Günter Weseler. Sein weißes Objekt im durchsichtigen Plexiglaskasten, eine Puppe mit Fellbezug, kann von den Besuchern per Knopfdruck in Bewegung gesetzt werden. Dann scheint die liegende Puppe plötzlich zu leben und zu atmen. Andere Werke, bei denen das Weiß dominiert, bekommen durch unterschiedliche Grautöne ihre Strukturen.

Ein klassisches Landschaftsgemälde

Eine Arbeit, die aus dem Rahmen fällt und dennoch genau in den Kontext passt, ist das Gemälde von Willi Wewer, ein klassisches Landschaftsgemälde. Diese Landschaft aber ist bei genauerem Hinsehen schneebedeckt. Auch hier wird der Einsatz von Weiß dokumentiert.

Erst im letzten Jahr widmete sich das Kunstmuseum in seiner Schaufensterschau den Arbeiten, die der Farbe Schwarz in all ihren Ausformungen ein prägnantes Gesicht gaben. Weiß nutzten die Künstler lange vor allem dafür, um ihre Malfläche zu grundieren. In den ausgestellten Werke wird das Weiß selbst zum Gegenstand der Arbeiten.

Führung unter dem Motto „Solo in Weiß“

Die Austellung „Weiß, weißer, RAL 9010“ ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 zu sehen oder jenseits der Öffnungszeiten durch die Schaufenster. Zudem bietet das Museum am Donnerstag, 14. Juni, unter dem Motto „Solo in Weiß“ um 15 Uhr einen geführten, kostenlosen Rundgang durch die Ausstellung an.

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