Künftig tauschen sich Arzt und Pflegekraft über das Internet aus

Die Elektronische Arztvisite (elVi) in Pflegeheimen soll nach einer erfolgreichen Testphase ab 1. Juli nun auch auf andere Praxisnetzregionen in Westfalen-Lippe ausgeweitet werden. Also auch in Gelsenkirchen. Dazu werden weitere Arztnetze und Pflegeheime angesprochen.

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Die Elektronische Arztvisite (elVi) in Pflegeheimen soll nach einer erfolgreichen Testphase ab 1. Juli nun auch auf andere Praxisnetzregionen in Westfalen-Lippe ausgeweitet werden. Also auch in Gelsenkirchen. Dazu werden weitere Arztnetze und Pflegeheime angesprochen.

Die neue Arztvisite funktioniert so: Arzt und Pflegekraft halten über ein Videokonferenzsystem per Tablet oder PC eine Visite ab, um Unklarheiten, Medikationsanfragen, Beurteilungen chronischer Wunden oder Therapievorschläge zu besprechen. Dabei gibt es eine Live-Schaltung zwischen der Arztpraxis und der stationären Einrichtung. Die elektronische Visite kann bei Bedarf um die Erfassung von Vitalparametern wie Herzrhythmus, Sauerstoffspannung, Körpertemperatur oder Blutzuckerwert des Patienten ergänzt werden. Diese werden in Echtzeit über Messgeräte erhoben und sind dem Arzt sofort zugänglich.

Jedoch kann elVi nicht jeden Arztbesuch ersetzen. Thomas Müller, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe, sieht in elVi aber die Chance, „in Zeiten einer älter werdenden Gesellschaft Ärzte zu entlasten – und das bei gleichbleibend hoher Qualität“. Das neue System könne auch zu einer Reduzierung von Krankenhauseinweisungen in der Nacht oder am Wochenende führen. Darüber hinaus könne die Zahl von nicht zwingend erforderlichen Arztbesuchen stark reduziert werden. Erfolgreich getestet wurde elVi mit dem Ärztenetz Bünde und 13 Pflegeheimen.

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