Jugendtreff

Kreativshow krönt Ende des Europefiction-Camps Gelsenkirchen

Teilnehmer und Organisatoren vom „Europefiction“ warteten am Samstag auf besseres Wetter, um die Abschlussshow aufzuführen.

Teilnehmer und Organisatoren vom „Europefiction“ warteten am Samstag auf besseres Wetter, um die Abschlussshow aufzuführen.

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Foto Services

Bismarck.  Den Abschluss des Europfiction-Camps in Gelsenkirchen feierten die 140 Jugendlichen mit einer Kreativshow. Das nächste Treffen läuft in Dortmund.

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Gemeinsam Europa zelebrieren – dafür sind 140 junge Erwachsene aus sechs europäischen Ländern nach Gelsenkirchen gekommen. Mit ihrer „Europefiction“-Abschlussshow am Samstag haben sie genau das getan: Unter dem Motto „Vertraut uns, wir sind die Zukunft“ präsentierten sie eine szenische Collage, die sich aus den verschiedensten künstlerischen Werkzeugen zusammensetzte und Themen rund um Nachhaltigkeit, Individualität und Zusammenhalt ansprach.

Vom Chor bis zum Catwalk

Urbaner Tanz, Graffito, Musikimprovisation, Chorgesang, nachhaltige Mode und Konstruktion – das sind nur einige der Bereiche, an denen die Jugendlichen in der vergangenen Woche gemeinsam mit renommierten Künstlerinnen und Künstlern gearbeitet haben. Aus den Ergebnissen dieser unterschiedlichen Workshops haben Manuel Moser und Inga Sponheuer, die künstlerischen Leiter von „Europefiction“, eine große Abschlussshow zusammengestellt. In rund einer Stunde reichte das künstlerische Spektrum von einer bewegenden Chorsequenz über das Besprühen eines riesigen Banners bis hin zu einem Catwalk, auf dem die Jugendlichen ihre selbstgeschneiderte Mode präsentierten.

Europa stand im Mittelpunkt aller Aktivitäten

„Die Abschlussshow ist ein wichtiger Bestandteil des gesamten Camps, weil alle Jugendlichen gemeinsam auf der Bühne stehen und die Möglichkeit bekommen, als große Gruppe gemeinsam etwas zu kreieren und die Dinge künstlerisch zu verarbeiten, mit denen sie sich in den vergangenen Tagen beschäftigt haben“, sagt Manuel Moser. Fragestellungen rund um Europa waren der zentrale Fokus des Camps.

Nachhaltige Mode und Verletzlichkeit

Dabei ging es zum Beispiel um nachhaltige Mode und Kunst – aber auch um persönliche Individualität und Verletzlichkeit. Gemeinsam mit den Künstlern und Künstlerinnen vom freien Performancekollektiv Chicks* arbeiteten die Teilnehmenden zum Beispiel daran, wie Zuschreibungen von Geschlechterrollen funktionieren. Nicht nur inhaltlich, auch körperlich zeigte sich in der Abschlussshow, wie viel sich die Teilnehmenden mit Gemeinschaftlichkeit, Unterstützung und Solidarität auseinandergesetzt haben: Eine menschliche Brücke aus Körpern bildete eines der finalen Bilder der großen Show. Ein Sinnbild dafür, wie sehr alle zusammengewachsen sind – die jungen Menschen aus Gelsenkirchen, Hamm, Bochum, Dortmund, Herne und aus Liverpool, Budapest, Rotterdam, Paris und Bologna.

Als sich am Tag nach der Show die Wege dann vorerst trennten war der Trennungsschmerz groß – sicher ist aber: „Europefiction“ wird es ein weiteres Mal geben. Im kommenden Sommer dann auf dem Gelände der Kokerei Hansa in Dortmund.

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