Kopfläuse

Kopflaus-Alarm: Was bei Befall zu tun ist – und was nicht

Das große Kratzen: Bei Kopfläusen helfen nur noch spezielle Shampoos, die die Tiere wirksam bekämpfen. Wie das funktioniert, erklärt ein Gelsenkirchener Apotheker.

Das große Kratzen: Bei Kopfläusen helfen nur noch spezielle Shampoos, die die Tiere wirksam bekämpfen. Wie das funktioniert, erklärt ein Gelsenkirchener Apotheker.

Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.  Bei Kopfläusen können nur noch spezielle Shampoos helfen, die Tiere und ihre Eier wirksam zu bekämpfen. Ein Gelsenkirchener Apotheker gibt Tipps.

Winzig klein und schwer zu entdecken, krabbeln sie von Haar zu Haar und so gerne auch von Kopf zu Kopf: Läuse. Früher traten sie häufiger erst nach den Schulferien auf, heute gibt es eine nahezu gleichmäßige Verteilung über das Jahr. Was kann man bei einem Befall tun? Ein Gelsenkirchener Apotheker gibt Tipps.

Kopfläuse müssen schnell behandelt werden – rät ein Gelsenkirchener Apotheker

Der Kopflaus-Alarm betrifft meist Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren. „Sie stecken beim Spielen die Köpfe zusammen, kommen sich beim Toben oder Kuscheln nah“, weiß Apotheker Christian Schreiner, Sprecher der Gelsenkirchener Apothekerschaft. Oft würden Eltern einen Befall erst bemerken, wenn sich die Kinder ständig am Kopf kratzen. Das Wichtigste sei aber, dass man sie schnellstmöglich behandelt.

Das Problem: Die Läuse verschwinden nicht von selbst. „Sie können aber mit einer konsequenten Behandlung wirksam bekämpft werden – auch ohne Insektengifte“, weiß Christian Schreiner. Doch vor der Behandlung steht die Diagnose.

Wie können Eltern feststellen, dass ihr Kinder oder ihre Kinder es plötzlich mit Läusen zu tun haben? „Da gibt es einen einfachen Trick“, erläutert der Apotheker. Mit einem speziellen Nissenkamm die feuchten Haare vom Haaransatz her durchkämmen. Ein Taschentuch als weißer Hintergrund dient dann dazu, die Nissen und Läuse nicht nur abzustreifen, sondern auch, sie zu erkennen.„Ein einfacher Test bringt Klarheit: Lassen sich die Krümelchen mit den Fingern verschieben, sind es in der Regel harmlose Schuppen“, so Schreiner. Nissen würden dagegen fest am Haarschaft kleben.

Läuseshampoos sind besonders im Apotheken-Notdienst gängige Artikel

Doch Auskämmen alleine genügt nicht. In der Apotheke gibt es spezielle Shampoos. Wer auf Insektizide verzichten möchte und die winzigen Tiere hautfreundlich bekämpfen möchte, kann zum Beispiel ein Shampoo mit Silikon-Öl, dem so genannten Dimeticon, wählen. „Das sorgt dafür, dass die Atemwege der Läuse verstopfen, sie ersticken“, weiß Schreiner. Nissen und Läuse können dann mit einem Nissenkamm entfernt werden. „Diese Shampoos sind immer Thema im Notdienst und ein besonders gängiger Artikel.“ Reines Haare waschen bringe nichts, so der Apotheker weiter.

Und was ist mit den Alltagsgegenständen? „Kleidung und Bettwäsche sollten am besten bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen, Kämme und Bürsten für 20 Minuten in heißes Wasser gelegt werden“, rät der Inhaber der Inhaber der Dom-Apotheke in Buer. Kuscheltiere sind am besten zu befreien, wenn man sie über Tage im luftdichten Plastikbeutel verstaut.

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