Musiktheater im Revier

Konzert in Gelsenkirchen wegen technischer Störung abgesagt

Konnten die Instrumente am Montag im Musiktheater nicht auspacken: Die Musikerinnen und Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen, hier auf einem Foto aus dem Jahre 2016.

Konnten die Instrumente am Montag im Musiktheater nicht auspacken: Die Musikerinnen und Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen, hier auf einem Foto aus dem Jahre 2016.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   Das Sinfoniekonzert der Neuen Philharmonie Westfalen in Gelsenkirchen fiel am Montag kurzfristig wegen einer technischen Störung ins Wasser.

Das 7. Sinfoniekonzert der Neuen Philharmonie Westfalen fiel am Montagabend völlig überraschend komplett ins Wasser. Und das nicht, weil etwa die Grippewelle Musiker oder gar den Dirigenten lahm gelegt hätte. Nein, das Musiktheater benannte einen technischen Defekt als Grund für die Absage. Der Störfall war offensichtlich so erheblich, dass er zumindest nicht kurzfristig repariert werden konnte.

Wichtiges Bühnenbauteil gestört

Das Problem kennen viele Theater, dass Vorstellungen kurzfristig abgesagt werden müssen, weil ein wichtiger Akteur plötzlich erkrankt ist. Dass eine Veranstaltung aber wegen unverhoffter technischer Probleme gecancelt werden muss, kommt eher selten vor. Im Musiktheater im Revier war das nun der Fall. Das Sinfoniekonzert wurde abgesagt, weil es in der Nacht von Sonntag auf Montag zu einer technischen Störung an einem wichtigen Bühnenbauteil gekommen war. Die, so das Musiktheater, konnte nicht kurzfristig behoben werden.

Der technische Zwischenfall auf der Bühne im Großen Haus bestand aus einer größeren Störung am sogenannten Schall-Hubtor, das wie ein großer Eiserner Vorhang die Haupt- von der Hinterbühne trennt. Diese Störung machte es inzwischen notwendig, das komplette Tor abzubauen. Das aber war bis Montagabend nicht machbar, so dass sich das Team entschloss, das Konzert abzusagen.

„Das Schall-Hubtor muss jetzt erneuert werden“, erklärte MiRSprecher Michael Krüger auf Nachfrage der WAZ. Auch ohne dieses eiserne Tor sei der Spielbetrieb möglich, Auswirkungen auf die Akustik seien bei den kommenden Veranstaltungen nicht zu erwarten. „Der Brandschutz ist auch nicht beeinträchtigt.“

Es bestand keine Gefahr für die Mitarbeiter

Die Auswirkungen des Defektes waren zwar groß, das Musiktheater beruhigt aber, was die Dramatik des Störfalls angeht: „Es war nicht dramatisch und es bestand auch keine Gefahr.“

Dennoch standen die Mitarbeiter des Opernhauses am Montag vor einem Problem. Nämlich dem, möglichst kurzfristig so viele wie möglich der rund 700 Konzertbesucher, die eigentlich den opulenten Klängen der deutschen Frühromantik lauschen wollten, noch rechtzeitig zu erreichen. Viele Mitarbeiter mussten dafür zum Telefonhörer greifen.

Konzertbesucher angerufen

Von dem meisten Abonnenten liegen die Kontaktdaten vor. Auch mit Hilfe der Theatergemeinde konnte so mancher Kontakt zu betroffenen Konzertbesuchern geknüpft werden. „Die meisten“, freute sich MiR-Sprecher Michael Krüger, „reagierten verständnisvoll.“ Nur ein paar Menschen mussten dann erst am Abend nach Hause geschickt werden.

>> Konzert wird nicht wiederholt

  • Auch wenn das 7. Sinfoniekonzert im Musiktheater am Montag abgesagt werden musste: Am heutigen Mittwoch erklingt es auf den Fall in der Konzertaula in Kamen.

  • Das ausgefallene Konzert wird nicht wiederholt. Abonnenten der Reihe bekommen einen Gutschein, andere Besucher können ihre nicht genutzte Karte an der Theaterkasse umtauschen.

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