Vierlingsgeburt

Kindersegen: Gelsenkirchener Paar bekommt Vierlinge

Hazim Ali Hassan (39) mit seiner Tochter Ronia im Marienhospital an der Virchowstraße in Gelsenkirchen. Seine Frau Lozan Yousef (33) hat am Montag Vierlinge zur Welt gebracht. Die Frühgeburten Roni, Razin, Rezan und Ronia werden zur Zeit in Brutkästen versorgt.

Hazim Ali Hassan (39) mit seiner Tochter Ronia im Marienhospital an der Virchowstraße in Gelsenkirchen. Seine Frau Lozan Yousef (33) hat am Montag Vierlinge zur Welt gebracht. Die Frühgeburten Roni, Razin, Rezan und Ronia werden zur Zeit in Brutkästen versorgt.

Foto: Michael Korte

Gelsenkirchen-Ückendorf.   Hazim Ali Hassan und Lozan Yousef wünschten sich nach zwei Töchtern ein drittes Kind – und bekamen gleich vier. Jetzt braucht die Familie Hilfe.

Zwei Kinder haben Hazim Ali Hassan (39) und seine Frau Lozan Yousef (33) bereits, zwei Mädchen im Vorschulalter. Ein drittes Kind war der Wunsch des Paares, daher groß die Freude, als der Arzt erneut Nachwuchs ankündigte. Aber: „Mit jeder weiteren Untersuchung kam ein Kind hinzu“, schmunzelt der Friseur. Am Montag brachte seine Frau im Marienhospital Gelsenkirchen Vierlinge zur Welt, etwa sieben Wochen zu früh und daher besonders umsorgt im Perinatalzentrum.

Mehrlingsgeburten sind in der jesidischen Familie des Paares keine Seltenheit, Zwillinge etwa, aber vier auf einen Streich – das ist Premiere. Und selten auf natürlichem Wege.

Bislang erfolglos auf der Suche nach Hilfe

Schlagartig hat sich die Lebenssituation des Paares verändert. Sie wohnen im vierten Stock in der Altstadt, es gibt keinen Aufzug, helfende Hände seitens der Verwandtschaft sind weit weg – in Celle und Hannover. „Wie soll das gehen, wenn erst sechs Kinder zuhause sind?“, fragt Hazim Ali Hassan , der seinen Job „aufgeben musste“, um sich um seine schwangere Frau und die zwei Kinder zu kümmern. Kinderwagen, Pampers, Babynahrung, Kleidung und so fort.

Unterstützung erhält er von Mariola Malter, einer Berufsschullehrerin, die sich beherzt für Migranten engagiert. Die Pädagogin hat, so die eigene Darstellung, mit dem Vater bereits an städtische Türen, an die mehrerer Wohlfahrtsverbände und Wohnungsgesellschaften geklopft – vergeblich.

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